Mi, 21. Dezember 2011

Seltene Erden werden knapp, Recycling daher interessant. Für kompakte und leichte Synchronmotoren beispielsweise werden Permanentmagnete mit einem Anteil von etwa 30 Prozent an Seltenerdmetallen benötigt. Eine weitere Verbreitung von Elektro- und Hybridfahrzeugen wird den Bedarf an Seltenerdmetallen daher sprunghaft ansteigen lassen. Bei der Lieferung der Seltenen Erden besteht aber ein chinesisches Monopol. Versorgungsengpässe sind zu erwarten. Daher fördert das deutsche Bundesforschungsministerium (BMBF) unter anderem die Entwicklung Ressourcen schonender Technologien für Elektrofahrzeuge.

Recycling von Elektromotoren
Forscher verfolgen verschiedene Ansätze für das Recycling von Elektromotoren: Den Ausbau der insgesamt etwa ein Kilogramm schweren Magnete aus Altmotoren mit ihrem hohen Anteil Seltenerdemetallen, die Reparatur und anschließende Wiederverwendung des Elektromotors oder seiner Komponenten genauso wie das werk- und rohstoffliche Recycling der Magnetmaterialien und der Seltenerdmetalle durch Wiedergewinnung aus vorsortiertem und geschreddertem Material. Außerdem sollen Konzepte für ein recyclinggerechtes Motordesign erstellt, sowie Ökoeffizienzanalysen und Modelle für Stoffkreisläufe ausgearbeitet werden. Beteiligt sind Experten von Siemens, Daimler, Umicore und Vacuumschmelze, der Universität Erlangen, der Technischen Universität Clausthal, des Öko-Instituts Darmstadt und des Fraunhofer-Instituts für System- und Innovationsforschung. Die im Projekt entwickelten Technologien können in Zukunft auch Anwendungen in anderen Bereichen zugute kommen, in denen Seltene Erden eine Schlüsselrolle spielen, wie zum Beispiel in Windkraftanlagen.

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Siemens Innovation