Mo, 23. Jänner 2012

Leiser und energieeffizienter arbeitet ein neuer bei Siemens Transformers in Linz entwickelter Trafo. Einsatzort des innovativen Trafos ist Queensland, Australien, wo Netzbetreiber Powerlink Queensland eine Blindleistungskompensationsanlage betreibt, die bei der verlustarmen Stromübertragung über eine längere Distanz für die Stabilität des Netzes und eine konstante Spannungsqualität sorgt. Bei solchen Anlagen kommt es vermehrt zum Auftreten von Gleichströmen in Stromversorgungsnetzen. Gleichstrom erhöht durch eine verstärkte Magnetisierung das Arbeitsgeräusch des Trafos und führt zu größeren Energieverlusten. Die Neuentwicklung sorgt dafür, dass diese beiden Effekte möglichst gering gehalten werden. Und so funktioniert der neue Trafo: Gleichstrom erzeugt ein magnetisches Gleichfeld im Kern. Dieses Gleichfeld wird gemessen und ein entgegengesetzt gerichtetes erzeugt. Die beiden Felder heben sich auf und es ergibt sich ein Netto-Gleichfeld von 0. Über den Erfolg entscheiden genaues Messen des Gleichfelds und leistungsarmes Einbringen des entgegengesetzt gerichteten Stroms. Für das Verfahren dieser sogenannten Gleichstromkompensation wurden auch schon Patente angemeldet.

Energieeinsparung von 26.000 KWh
Die Energieeinsparung, die durch die in Linz entwickelte Gleichstromkompensation erreicht werden kann, liegt bei bis zu zehn Prozent gegenüber einem Trafo ohne Kompensation. Das entspricht rund 26.000 Kilowattstunden, also in etwa dem Jahresstromverbrauch von sechs österreichischen Haushalten. Die Reduktion der Geräuschemission liegt bei bis zu 15 Dezibel. Die Lautstärke des Trafos ohne Kompensation liegt bei 75 Dezibel, was dem Geräusch von Verkehrslärm entspricht. Die Geräuschkulisse mit DC-Kompensation (ca. 60 Dezibel) ist mit Kantinenlärm vergleichbar.

Weitere Informationen
Siemens Energy