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Big Data in Gebäuden

2 Min. Lesezeit
hi!future
13. Mai 2016
Big Data - Ansätze in Gebäudetechnik sind durch leistungsfähige Analysetools für das Energiemanagement möglich.

Betriebskosten senken, Energieeffizienz erhöhen, Nachhaltigkeitsziele erreichen: Die Energiedaten eines Gebäudes oder Unternehmens enthalten den Schlüssel dazu. Allerdings stellt selbst eine große Anzahl an Daten für sich genommen noch keine aussagekräftige Information dar. Gefragt sind deshalb auch in der Gebäudetechnik „Big Data“-Ansätze, also das sinnvolle In-Beziehung-Setzen großer Datenmengen, wie es sich zum Beispiel im Finanzwesen oder auch im Marketing schon vielfach durchgesetzt hat. Die dafür notwendigen Daten liefern leistungsfähige Analysetools für das Energiemanagement, aus denen entsprechende Maßnahmen abgeleitet werden.

Bei Anwendung in Gebäuden haben Big-Data-Lösungen immer dasselbe Ziel: Nämlich aus einer bestehenden, meist umfangreichen Datenmenge für den Anwender relevante Informationen zu extrahieren und diese Informationen den Entscheidungsträgern im Facility Management oder auch den Gebäudenutzern zur Verfügung zu stellen. Da die Betriebskosten 71 Prozent der Gesamtkosten eines Gebäudes ausmachen und davon rund 30 Prozent auf Energiekosten entfallen, wird ein ineffizienter Betrieb schnell kostspielig.

Individuelle Aufgabe

Laut einer von Siemens unterstützten Marktumfrage, die der amerikanische Branchenbeobachter GreenBiz 2015 publiziert hat, nennen 99 Prozent der Teilnehmer die Senkung der Betriebskosten als vorrangiges Ziel bei der Einführung eines Datenmanagements. 94 Prozent versprechen sich davon eine bessere Energieeffizienz. Desweiteren sollen die individuellen Nachhaltigkeitsziele erreicht werden, jedoch ohne Einschränkungen beim Komfort für die Gebäudenutzer. Datenmanagement-Lösungen müssen an die individuelle Aufgabe, an das Unternehmen, das Gebäude etc. angepasst sein und anhand der konkreten Anforderungen beurteilt werden, denn eine Universallösung gibt es nicht.

Zudem sind fundierte technische Grundlagen und Tools sind zweifellos wichtig. Mindestens ebenso wichtig jedoch ist, dass ausgewiesene Experten die Prozesse begleiten. Ihre Erfahrung ermöglicht es, unterschiedliche Situationen richtig zu bewerten und, soweit notwendig, im Planungsverlauf rechtzeitig Korrekturmaßnahmen einzuleiten.
Nicht nur unvollständiges oder anderweitig fehlerhaftes Datenmaterial kann zu falschen Schlüssen und Maßnahmen führen, auch zuverlässiges Datenmaterial muss ständig überprüft und Schwächen darin müssen bei der Analyse und den abgeleiteten Empfehlungen berücksichtigt werden. Gute Analysen setzen ein klares Verständnis von Qualität und Quantität der verfügbaren Daten voraus. Tatsächlich müssen mehrere Voraussetzungen gegeben sein, damit sich das erfasste Datenmaterial sinnvoll nutzen lässt: Zunächst einmal geht es darum, die erforderlichen Daten zu identifizieren und im zweiten Schritt herauszufinden, wo diese generiert und zusammengetragen werden können. Darüber hinaus müssen die gesammelten Daten zum einen ein umfassendes Gesamtbild ergeben und zum anderen detailliert genug sein, um daraus Verbesserungsmaßnahmen ableiten zu können.

Vor diesem Hintergrund empfiehlt sich ein umfassendes Paket aus Consulting- Leistungen bei Planung und Umsetzung, spezifischem Analyse-Know-how rund um die Daten eines Gebäudes sowie aus entsprechenden Software-Tools.

Weitere Informationen
Fachartikel: Big Data zieht ins Gebäude ein