Smart Meter mit blauen Lichtern
Smart Meter - Technik für intelligente Stromverbrauchsmessung von Siemens
Infrastruktur
2 min

Energiespar-Helfer

Siemens liefert österreichischen Energieversorgern Technik für eine intelligente Erfassung von Stromverbrauchsdaten.

Stromzähler gelten als wichtiges Instrument für einen erfolgreichen Umstieg auf erneuerbare Energien. Auch die EU treibt deshalb ihre Einführung voran. In Österreich stattet Siemens die Kärnten Netz GmbH und die Stadtwerke Kapfenberg mit einer Lösung für intelligente Stromzähler oder Smart Meter aus. Die Geräte stellt Siemens zusammen mit dem slowenischen Smart-Metering Anbieter Iskraemeco bereit. Dazu kommen eine sichere Übertragungstechnik sowie Software für das Sammeln, Validieren und Verteilen der Zählermesswerte. Ab Juni 2017 gehen in Kärnten die ersten 10.000 von insgesamt 95.000 Geräten in Betrieb. Bis Ende 2019 will Österreich 95 Prozent seiner Haushalte mit den Geräten ausrüsten.
Smart Meter machen die Stromrechnung für Verbraucher transparenter, weil sie Zählerdaten in kurzen Zeitabständen erfassen und an die Zentrale übertragen. Die Zähler sind für Messintervalle von 15 Minuten ausgelegt. Im ersten Schritt sind in Österreich monatliche Ablesungen geplant, feiner gemessen wird nur, wenn die Kunden das wünschen. Statt am Jahresende einen abstrakten Verbrauchswert zu erhalten, sehen die Kunden dann Monat für Monat, wie viel Strom sie beziehen und können so die Wirkung von Sparmaßnahmen prüfen.  
Deshalb gelten die neuen Zähler als wichtige Energiespar-Hilfe. Auf Seiten der Energieversorger vereinfachen Smart Meter die Ablese- und Abrechnungsprozesse. Vor allem aber liefern sie erstmals detaillierte Verbrauchsmessungen. Anhand dieser Daten können die Versorger ihren Strombedarf genauer vorhersagen und preisgünstiger einkaufen oder ihre Kraftwerke bedarfsgerechter steuern. Eine solche Bedarfsplanung wird mit dem Ausbau erneuerbarer Energien immer wichtiger, weil die schwankenden Mengen an Sonnen- und Windstrom permanent durch entsprechende Verbräuche ausgeglichen werden müssen.

Übertragungssicherheit und Verbrauchsübersicht

Zu einem Smart-Metering System gehört auch eine Übertragungstechnik, die gewährleistet, dass weder die Daten noch die Stromzähler von außen manipuliert werden können. Die in Österreich eingesetzten Geräte kommunizieren entweder über das Stromkabel an die nächste Transformatorstation oder sind über das Mobilfunknetz mit dem Versorger verbunden. Die jeweiligen Übertragungstechniken – G3 PLC für das Stromnetz und Point-to-Point GPRS für den Mobilfunk – werden von mehreren Herstellern unterstützt und gewährleisten so das Zusammenspiel mit Fremdsystemen.

Die Omnetric Group, ein Gemeinschaftsunternehmen von Siemens und Accenture, sorgt für die Sicherheit der Daten entsprechend der Empfehlungen der österreichischen Energiewirtschaft. Experten erachten diesen Schutz als ähnlich hoch wie bei online-Bankgeschäften. Das dritte Element im Smart Metering System ist die Plattform Energy IP. Diese Software von Siemens sammelt und validiert die Zählerdaten und übermittelt sie direkt an die IT-Systeme der angeschlossenen Teilnehmer – Energieversorger, Netzbetreiber, Stromanbieter – für ihre jeweiligen Abrechnungsprozesse.
Zeitlich aufgelöste Stromverbrauchsdaten ermöglichen eine ganze Reihe neuer Anwendungen. Ein Netzportal kann den Kunden zum Beispiel nicht nur die eigenen Verbräuche anzeigen, sondern auch datenbasierte Energieberatungen anbieten. Referenzwerte, die aus anonymisierten Daten vergleichbarer Stromkunden ermittelt wurden, bieten zum Beispiel Orientierung über den eigenen Stromverbrauch. Außerdem werden neuen Tarife mit günstigen Strompreisen zu bestimmten Zeiten möglich. Derartige Tarifstrukturen gelten auch als wichtiges Steuerungsinstrument für die Netzstabilisierung. Smart Meter sind deshalb ein wesentlicher Baustein für den Aufbau eines künftigen intelligenten Stromnetzes oder Smart Grids.

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