Monitor mit der Aufschrift "Netzstabilität"
Energie
2 min

Erste-Hilfe-Trafos

Mobile Transformatoren aus Weiz wurden in Rekordzeit von 3 Tagen installiert und machen New Yorker Stromnetz stabiler.

Leistungstransformatoren stellen die Übertragung elektrischer Energie mit über hundert Kilovolt (kV) Spannung über weite Strecken bis zum Endkunden sicher. Sie sind für einen jahrzehntelangen Betrieb ausgelegt. Oft bleiben sie über ihre garantierte Lebenszeit hinaus im Einsatz. Mit dem Alter erhöht sich aber die Wahrscheinlichkeit eines Ausfalls. Auch besondere Belastungen aufgrund beschädigter Leitungen oder anderer Netzstörungen – beispielsweise bei Naturkatastrophen – können zu Ausfällen führen. Fällt einer dieser Transformatoren einer Großstadt aus, kann das mehrere tausend Menschen betreffen. Transformatoren mit einer Leistung von einigen hundert Megavoltampere wiegen bis zu mehreren hundert Tonnen. Um sie zum Einsatzort zu bringen, muss ein Schwertransport organisiert werden. Zudem sind die Transformatoren mit Mineralöl gefüllt. Diese Öle können sich bei Fehlern entzünden und im Falle von unkontrolliertem Austritt die Umwelt schädigen. Für den Transport muss das Mineralöl abgelassen werden. Zwei bis drei Wochen dauert der Anschluss an das Netz, wenn die Kühlanlagen, Stromdurchführungen und viele andere Bauteile mit Kränen in Position gebracht, millimetergenau justiert und aufwendig verschraubt werden. Aufwendige Vakuum-Ölprozesse sind notwendig, um den Trafo schließlich betriebsbereit zu machen.

Maximale Netzverfügbarkeit

Siemens hat dem amerikanischen Netzbetreiber Con Edison of New York, Inc. sechs mobile Plug-and-Play-Transformatoren geliefert. Die Transformatoren wurden im Siemens Werk in Weiz entwickelt und gefertigt. Mit den neuen Transformatoren benötigt ein Installationsteam lediglich drei Tage vom Aufstellen des mobilen Transformators vor Ort bis zum Abschluss der Installation. Gewöhnlich dauert es nach Ausfällen – beispielsweise nach extremen Wetterereignissen wie Hurrikanen oder anderen gravierenden Ereignissen an Umspannstationen – mehrere Wochen, um einen Transformator an den Bestimmungsort zu transportieren und zu installieren. Siemens und ConEd haben nun den ersten Transformator erfolgreich in Rekordzeit von 30 Arbeitsstunden innerhalb von drei Tagen installiert.
"Netzverfügbarkeit ist ein Thema, das sowohl für uns als auch für unsere Kunden große Bedeutung hat – und letztendlich auch für die Gesellschaft", sagt Beatrix Natter, CEO der Business Unit Transformers bei Siemens Energy Management. "Die Rekord-Installationszeit unserer innovativen mobilen Plug-and-Play-Transformatoren beweist, dass unser Konzept zur Netzverfügbarkeit ein echter 'Erste-Hilfe-Kasten' für Notfälle ist." Siemens hat die sechs Transformatoren Ende letzten Jahres nach New York geliefert. Sie können per Lkw an ihren Einsatzort gebracht werden und sind als Notfalllösungen für unplanmäßige Stromausfälle oder für geplante Abschaltungen während Wartungsintervallen vorgesehen.
Die mobilen Transformatoren wurden gemeinsam mit Con Edison im Rahmen des Siemens Pretact®-Konzepts für maximale Netzverfügbarkeit entwickelt. Sie sind hinsichtlich Spannung, Nennleistung und Impedanz sowie durch den Einsatz umweltfreundlicher Esterflüssigkeiten in Bezug auf Gewicht und Abmessungen hochgradig optimiert: Die Transformatoren sind jeweils einphasig, um eine möglichst kompakte und leichte Bauweise zu ermöglichen. Zur einfacheren und schnelleren Installation werden sie mitsamt der Isolierflüssigkeit transportiert –Transportgewicht von knapp 100 Tonnen inklusive Flüssigkeit – und sind mit Plug-and-Play-Steckdurchführungen und Kabelanschlüssen ausgestattet.

Siemens und der amerikanische Netzbetreiber ConEdison installieren drei neuartige Plug-and-Play-Transformatoren für Notfalleinsatz in Rekordzeit von nur 30 Arbeitsstunden in drei Tagen.
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