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Weltweit erste Ester gefüllte Kompensationsdrossel für den Windpark Albatros kommt aus dem Siemens-Werk in Weiz.
Energie
2 min

Frischer Wind für Albatros

Weltweit erste Ester gefüllte Kompensationsdrossel für den Windpark Albatros kommt aus dem Siemens-Werk in Weiz.

Im Rahmen des Projekts Albatros zur Anbindung eines Windparks über eine HVAC (High Voltage Alternating Current)-Sammelplattform, wurde das Siemens-Werk in Weiz beauftragt, die weltweit erste Ester gefüllte Kompensationsdrossel für den Offshore-Einsatz zu fertigen. Zusammen mit den ebenfalls Ester gefüllten Transformatoren werden diese außerhalb der Plattformeinhausungen aufgestellt und den Naturgewalten der Nordsee trotzen. Im Gegensatz zu herkömmlichen Transformatoren und Drosseln, welche mit Mineralöl gefüllt sind, eignen sich die Ester gefüllten Komponenten perfekt für den Einsatz in der ökologisch empfindlichen Umgebung. Aufgrund des höheren Flammpunkts von Ester gegenüber von konventionellem Mineralöl erhöht diese Drossel auch  die Brandsicherheit auf der Plattform. Der Windpark soll in der südöstlichen Nordsee, nördlich der Insel Borkum und westlich von Helgoland, errichtet werden. Der Windpark erstreckt sich über eine Fläche von 39 km².

Kraftpaket Kompensationsdrossel

Die Energieübertragung erfolgt durch Kabelleitungen. Ein solches Kabelnetz stellt eine so genannte verteilte kapazitive Last dar. Diese kapazitive Last verursacht unter gewissen Randbedingungen Spannungserhöhungen am Ende der Leitung und zudem eine zusätzliche Beanspruchung des Gesamtsystems durch die so genannte Blindleistungsübertragung. Diese kapazitive Blindleistung stellt für den Kunden keinen Mehrwert dar muss jedoch – in einem unkompensierten System – übertragen werden. Durch den Einsatz von Kompensationsdrosseln wird dem entgegen gewirkt. Die auf die kapazitive Last des Kabelnetzes ausgelegte Kompensationsdrossel verringert die zu übertragende Blindleistung und die Spannungserhöhungen am Ende der Leitung durch ihren definierten Blindwiderstand. Dies optimiert nicht nur die Netze, sondern erhöht die Wirtschaftlichkeit der Leitungen und erzielt damit eine Kostenersparnis für den Betreiber.

Einfacher, umweltfreundlicher, sicherer

Seit über 30 Jahren wird Ester in verschiedenen Branchen erfolgreich als Alternative zu konventionellen Kühl- und Isolierflüssigkeiten wie Mineralöl oder Silikonöl eingesetzt. Aufgrund ihrer Umweltverträglichkeit und biologischen Abbaubarkeit wird diese Flüssigkeit als „nicht wassergefährdender Stoff“ eingestuft. Der Umweltschutz ist nur einer der vielen Vorteile von Ester basierenden Flüssigkeiten. Ester bietet auch einen wesentlich höheren Brandschutz als herkömmliche Mineralölsorten. Siemens verwendet den synthetischen Ester sowohl in Leistungs-  als auch in Verteil- und Fahrzeugtransformatoren. Erstmals wird dieses Kühlmedium bei einer Kompensationsdrosselspule auf einer Offshore-Plattform eingesetzt. Damit setzt Siemens weitere Maßstäbe, um die Risiken und Gefahren des umweltfreundlich erzeugten Offshore-Stroms für vorhandene Ökosysteme zu verringern sowie die Kosten für offshore erzeugten Strom aus Windkraftanlagen zu senken.

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