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Das Siemens-Werk in Weiz liefert den 200. Transformator an das US-Energieunternehmen Southern Company.
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Schwergewicht für Georgia

2 Min. Lesezeit
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23. Oktober 2017
Weizer Transformatorenwerk liefert 151 Tonnen schweren Jubiläumstrafo an Energieunternehmen Southern Company.
Der zweihunderteste Transformator für das US-amerikanisches Energieunternehmen Southern Company tritt bald seine Reise von Weiz nach Georgia an. Der Großtransformator mit einer Leistung von 300 Megavoltampere (MVA) aus dem Siemens Transfomatoren Werk wird für die Energieverteilung zwischen dem 115 Kilovolt (kV) und dem 230 kV Netz eingesetzt werden.
Mit insgesamt 151 Tonnen wiegt der Transformator etwa so viel wie 60 amerikanische Pick-up-Trucks. Der magnetische Kern des Trafos besteht aus mehr als 15.000 einzelnen Kernblechen mit je 0,23 Millimetern Dicke, die in Handarbeit übereinander geschichtet wurden. Ausgebreitet würden die Bleche eine Fläche von mehr als 20.000 Quadratmetern bedecken, was vier amerikanischen Football-Feldern entspricht. Der Trafo wird von Weiz per Bahn nach Linz transportiert, wo er auf ein Donauschiff verladen wird. Von dort geht es auf dem Seeweg weiter zur Nordsee und über den Atlantik in die USA. Insgesamt wird der Jubiläumstransformator mehr als zwei Monate unterwegs sein, bis er seinen Bestimmungsort in Georgia erreicht.

Kilometerlange Kupferdrähte in Handarbeit

„Der langjährige Erfolg basiert auf unseren hohen Qualitätsansprüchen. Transformatorenbau ist in wesentlichen Teilen immer noch Handarbeit: Facharbeiter fertigen die Wicklungen im Inneren des Transformators, indem kilometerlange Kupferdrähte sorgfältig auf Spulen aufgebracht und bearbeitet werden. Auch der Kern des Trafos wird händisch gefertigt – damit stellen wir sicher, dass jeder Transformator jahrzehntelang im Betrieb beste Arbeit leisten kann“, so Stefan Pieper, Leiter des Siemens-Werks in Weiz. Wenn Siemens in Weiz Transformatoren baut und entwickelt, dann sind daran 900 weitere Unternehmen aus Österreich beteiligt. „Langjährige, gute Kundenbeziehungen sichern Arbeitsplätze und schaffen eine erhebliche Wertschöpfung in Österreich“, ergänzt Pieper.
Southern Company ist mit mehr als neun Millionen Kunden eines der führenden Energieunternehmen Amerikas. Die Geschäftsbeziehungen zu Siemens reichen bis in das Jahr 1999 zurück. Im Jahr 2005 wurde schließlich eine strategische Allianz geschlossen, in der bis heute Slot-Reservierungen, langfristige Projektplanungen, Technik-Standards und bevorzugte Lieferzeiten abgehandelt werden. Die langjährige Partnerschaft ist mit den hohen Ansprüchen des Kunden begründet: Southern Company legt seit jeher sehr großen Wert auf ausgezeichnetes Engineering und hohe Produktqualität. Die Transformatoren aus Österreich werden von Southern Company in den Bundesstaaten Georgia, Alabama, Florida und Mississippi eingesetzt.
Weitere Informationen:
Das Siemens-Transformatorenwerk in Weiz ist der weltweit größte Siemens-Standort für die Entwicklung und den Bau von Transformatoren und gilt innerhalb des Unternehmens als Kompetenzzentrum für Phasenschieber-Transformatoren. Das Werk ist darüber hinaus der größte Siemens-Produktionsstandort von Transformatoren für schlüsselfertige Windparks, sowohl im Onshore- als auch Offshore-Bereich. Im Werk ist das Know-how für die gesamte Wertschöpfungskette von Forschung, Entwicklung, Vertrieb, Engineering, Projektmanagement, Logistik, Fertigung, Abnahmeprüfung und Endmontage auf der Anlage bis zur Inbetriebsetzung von Transformatoren gebündelt. Das globale Zentrum für Forschung und Entwicklung innerhalb der Siemens Transformatorengruppe wird von Weiz aus geleitet – außerdem hat sich der Standort als Zulieferwerk für die Kernblechfertigung etabliert. Derzeit sind rund 1.200 Mitarbeiter und Lehrlinge im Transformatorenwerk beschäftigt. Siemens Transformatoren