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Wenn ein Transformator trotz Präventivmaßnahmen wie Monitoring, Wartung und Schutzfunktionen ausfällt, dann muss so schnell wie möglich reagiert werden.

Versorgungssicherheit für U.S. Kraftwerke

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03. März 2020
Mobile Transformatoren aus Weiz stellen durchgängige Stromversorgung sicher.

Eine langfristige Störung in der Stromversorgung, ausgelöst durch einen defekten Transformator, egal durch welche Ursache, kann dramatische Folgen haben. Im Falle eines Fehlers wäre ein kurzfristiger Ersatz mit konventioneller Transformatoren-Technik kaum möglich. Besonders im Falle eines Maschinentransformators, als Schlüsselelement der Energieerzeugung, hat der Ausfall einer solchen Einheit nicht nur desaströse Folgen in Bezug auf die Energieversorgung, sondern auch auf den wirtschaftlichen Verlust.

Hier kommt ‚REACT‘, ein Element des Siemens-Pretact®-Resilience-Konzepts zum Einsatz: Wenn ein Transformator trotz Präventivmaßnahmen wie Monitoring, Wartung und Schutzfunktionen ausfällt, dann muss so schnell wie möglich reagiert werden. Das kann durch den Einsatz von robusten, anpassungsfähigen und mobilen Einheiten erreicht werden, die die Versorgungssicherheit von Kraftwerken erhöhen.

Genau solche Einheiten hat das Siemens-Transformatorenwerk in Weiz entwickelt und gefertigt. Drei dieser mobilen Maschinentransformatoren für den führenden U.S.-Energiekonzern Southern Power wurden Ende 2019 in Weiz erfolgreich getestet. Die Trafos sind mittlerweile in den USA angekommen und werden dort gelagert, um im Falle eines Transformatorausfalls zum Einsatzort gebracht zu werden und die Energieversorgung so schnell wie möglich wiederherstellen zu können.


Zu einer der Herausforderungen im Fall eines plötzlichen Ausfalls gehört der Transport eines Ersatztransformators. Nur wenn ein Transformator leicht und kompakt genug ist, kann dieser ohne lange Wartezeit auf Transportgenehmigungen reibungslos transportiert werden. Aus diesem Grund wurden im Siemens-Werk in Weiz einphasige Resilience-Maschinentransformatoren mit einem Transportgewicht von nur 49,8 Tonnen konstruiert. Die Verwendung des Hochtemperatur-Isoliermaterials Nomex® macht sie äußerst leicht.

Das Plug-&Play-Design reduziert Austauschzeiten erheblich: Die Installation einer 150 MVA Transformatoren-Bank benötigt nunmehr nur noch rund 24 Stunden. Somit wird der bereits optimierte Zeitraum von sieben Tagen auf einen Tag minimiert. Ein weiterer Vorteil der Resilience-Maschinentransformatoren für Southern Power ist die variable Spannung. Die Transformatoren können in mehreren Konfigurationen betrieben werden: entweder bei 230 kV oder 115 kV mit einer Niederspannung von 34,5 kV. Dies bedeutet, der Netzbetreiber kann die Einheiten an verschiedenen Standorten einsetzen und den Generator mit Kabeln an die Transformatoren anschließen. Dadurch wird die Lagerung von individuellen Anschlussteilen für die jeweilig unterschiedlichen Kraftwerke überflüssig.


Das Pretact®-Resilience-Konzept von Siemens Transmission ermöglicht, die Widerstandsfähigkeit moderner Stromnetze zu maximieren. Es besteht aus einem umfassenden modularen Portfolio von Angeboten, die Transformatoren und Hochspannungsprodukte besser vor betriebsbedingten Ausfällen wie auch Fremdeinwirkungen und Umwelteinflüssen schützen.
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