Der Blog zum Innovationsmagazin
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Das Advanced Service Center von Siemens Building Technologies in Wien sammelt und überwacht über speziell dafür entwickelte gesicherte Fernzugänge relevante Daten von rund 470 Gebäuden. Dadurch können vielfältige Optimierungsmaßnahmen durchgeführt werden.

Die Gebäudeversteher

3 Min. Lesezeit
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30. März 2017
Die Verarbeitung von Daten aus intelligenter Gebäudetechnik ist Basis für das Erreichen optimaler Betriebseffizienz.

Gebäudemanagementlösungen bieten viele Vorteile für Immobilien mit hohem Technisierungsgrad. Es gibt umfassende Lösungen zur Steuerung von Heizung, Lüftung, Klima, Beleuchtung und Beschattung sowie zur Anbindung der Energieverteilung an bestimmte gebäudetechnische Gewerke. Die Vernetzung aller Systeme – inklusive der Brandschutz-, Sicherheits-, Energieeffizienz- und Evakuierungstechnik – ermöglicht eine einheitliche Betriebsführung aller haustechnischen Gewerke. Die neuesten Entwicklungen im Bereich Gebäudeautomation können auch zur Leistungs- und Ertragssteigerung beitragen.
Durch die Integration diverser Infrastrukturbereiche können Gebäudebesitzer und -betreiber bei Installations-, Betriebs- und Wartungskosten über den gesamten Lebenszyklus des Gebäudes hinweg beträchtliche Einsparungen erzielen. Vor allem die aus Gebäuden gewonnenen Daten schaffen zusätzlichen Nutzen, wenn sie mithilfe innovativer Technologien in intelligenten Analytik-Tools weiterverarbeitet werden. Daten schaffen Transparenz und ermöglichen eine bessere Entscheidungsfindung. Gebäude sowie deren Systeme und Geräte liefern permanent Daten wie Zählwerte, Fehler- und Alarmmeldungen oder Temperaturverläufe, allerdings werden diese erst wertvoll, wenn sie zu aussagekräftigen Informationen verdichtet und neue Erkenntnisse aus den riesigen Mengen komplexer Daten gewonnen werden.
Durch die Integration riesiger Datenmengen, die aus Anlagen, Wettervorhersagen oder Serviceberichten generiert werden, sowie durch die Anwendung moderner Analysemethoden können Fehler vorhergesagt und verhindert werden. Zudem lassen sich Möglichkeiten zur Leistungsverbesserung leichter erkennen sowie Energie und Kosten einsparen. Die Datenanalyse hilft, ungeplante Ausfallzeiten von Systemen zu reduzieren, die Betriebseffizienz zu verbessern und die Sicherheit zu erhöhen.

470 Gebäude profitieren von Optimierungsmaßnahmen

Anstatt sich nur auf Big Data zu konzentrieren, setzt Siemens auf Smart Data – auch im Gebäudebereich: Und zwar mit der auf dem übergeordneten Siemens-Digital-Services-Angebot basierenden Plattform Navigator, die Ressourcen analysiert, vergleicht und optimiert sowie vorausschauende Instandhaltung und Energiemanagement ermöglicht. Damit lassen sich Problemfindung und Fehlerbehebung, aber auch die Optimierung der Performance einzelner Gewerke stark vereinfachen. Die Plattform setzt auf bewährte und sichere Cloud-Computing-Lösungen und verbindet etablierte Technologien zur Fernwartung, leistungsfähige Analysemöglichkeiten und Cyber-Sicherheit mit neuen Technologien aus der Gebäudetechnik. Dies ergibt ganz neue Möglichkeiten im Gebäudemanagement. So können – immer mit Blick auf die Performance von Gebäuden – Strategien für Gebäudeportfolios basierend auf Simulationen und Vorhersagen erarbeitet, entsprechende Energie- und Nachhaltigkeitsstrategien empfohlen und bei Budgetierung und Planung geholfen werden.
Diese umfassende Leistungspalette bietet Siemens seinen Kunden im Gebäudesektor weltweit mit sogenannten Advanced Service Centern (ASC), die innovative und zukunftsweisende Dienstleistungszentren darstellen. Sie ermöglichen mittels moderner und intelligenter Technologie den Zugang zu digitalen Services und decken mit ausgesuchten und erfahrenen Mitarbeitern ein umfassendes gebäudetechnisches Kompetenzspektrum ab. In Europa werden vier solcher Zentren betrieben, eines davon befindet sich in der Siemens-Unternehmenszentrale für Österreich und CEE, in der Siemens City in Wien.
Das ASC in Wien sammelt und überwacht über speziell dafür entwickelte gesicherte Fernzugänge relevante Daten von rund 470 Gebäuden. Im ASC überwachen Monitoringsysteme und Diagnosewerkzeuge die Gebäudetechnik der betreuten Objekte, Betriebsdaten werden mit definierten Grenzwerten und Sparzielen abgeglichen und schließlich werden Einsparpotenziale identifiziert sowie Optimierungsmaßnahmen umgesetzt. „Ziel ist es jedoch nicht nur, relevante Gebäudedaten zu sammeln und strukturiert dem Kunden zur Verfügung zu stellen. Das ASC kann den Gebäuden nicht nur zuhören, sondern sie mit Hilfe unserer Technologien auch verstehen. Den gesammelten Daten von Gebäuden wird dadurch echter Mehrwert verliehen. Wir eröffnen damit unseren Kunden neue Perspektiven und Möglichkeiten über den gesamten Lebenszyklus ihrer Gebäudeportfolios hinweg“, so Gernot Schwarz, der Leiter des ASC in Wien.

Mehr über das ASC und den hochmodernen Gebäudetechnik-Showroom von Siemens Building Technologies in der Siemens City können Sie im neuen hi!tech, Ausgabe 1/17, lesen.