Der Blog zum Innovationsmagazin
von Siemens Österreich

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Am Campus+ werden über 1800 Kinder betreut und unterrichtet. Siemens errichtet dieses Großprojekt gemeinsam mit Partnern.
Beitrag aus dem Magazin

Partner für den Lebenszyklus

3 Min. Lesezeit
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12. Juni 2018
Mit dem Lebenszyklusmodell für Gebäude ambitionierte Infrastrukturprojekte realisieren – neues Projekt: Campus+.
Am 12. Juni erfolgte der Spatenstich für den Campus+ am Nordbahnhof in Wien Leopoldstadt. Das Campus+-Konzept sieht eine multifunktionale, ganztägig und ganzjährig geführte Bildungseinrichtung mit Kindergärten, Schulen und aktiver Freizeitgestaltung vor. Die Errichtungsphase wird bis Mai 2020 dauern. Siemens Gebäudemanagement & -Services GmbH (SGS) übernimmt als Konsortialführer (mit den Partnern RBI Leasing und Granit) die Planung, Errichtung und Wartung dieses Gebäudes. Der Lieferumfang von SGS beinhaltet die Gesamtprojektleitung in der Errichtungsphase, die Lieferung der Gebäudeausstattung und Gebäudetechnik, die Projektleitung in der Betriebsphase sowie das Objektmanagement. Nach Beginn der Nutzungsphase im August 2020 wird SGS eigenverantwortlich das Facility Management und mit Fertigstellung die Betriebsführung, die gesamte Instandhaltung – inklusive Wartung, Inspektion, Instandsetzung und Verbesserung – sowie die Ersatzbeschaffung der baulichen und technischen Anlagen und der Außenanlagen übernehmen. Das Projekt Campus+ ist bereits das zweite, nach der Neuen Ganztagsmittelschule in Wien Stammersdorf, für das die Partner SGS, RBI Leasing und die Bauunternehmung Granit GmbH verantwortlich zeichnen. Bauherrin ist die Magistratsabteilung (MA) 56 – Wiener Schulen, der Auftrag wurde durch die MA 34 – Bau- und Gebäudemanagement erteilt.

PPP-Lösungen für soziale Infrastrukturen

Siemens bietet mit einem speziellen Lebenszyklusmodell für Gebäude optimale PPP-Lösungen für soziale Infrastrukturen (Krankenhäuser, Unis, Schulen, Behörden, Pflegeheime, …) in Städten und Gemeinden. Diese partnerschaftlichen Modelle verfügen über sämtliche Funktionalitäten, die Gebietskörperschaften benötigen, um ihre Entwicklungspläne umzusetzen. Dazu zählen Fähigkeiten, die für die Abwicklung von Projekten von besonderer Bedeutung sind, wie die Finanzkraft des Bank- und die qualitativen und quantitativen Ressourcen des Baupartners sowie die technologische Stärke von Siemens für energieeffiziente, intelligente und zukunftssichere Lösungen. Angeboten wird ein Lebenszyklusmodell für Gebäude, das im Rahmen von PPP-Ausschreibungen an spezifische Ziele und Anforderungen von Städten und Gemeinden angepasst werden kann. Die Flexibilität dieses Geschäftsmodells kommt in allen Phasen eines Projekts – von Planung über Bau bis hin zum Betrieb – zum Tragen. Anstatt einzelner Lebenszyklusphasen wie Planung, Errichtung und Betrieb bietet Siemens als Lebenszyklusunternehmer eine integrierte Gesamtlösung an. Diese beinhaltet die Zusammenarbeit mit einem engmaschigen Netz von Industrie- und Finanzierungspartnern im Rahmen eines Konsortiums. Dieser ganzheitliche Entwicklungsansatz bietet Städten und Gemeinden auf kurze und lange Sicht vielfältige Vorteile. Aufgrund der speziellen Projektstruktur fallen die Investitionskosten für den öffentlichen Partner nicht im Rahmen der Errichtung an, sondern werden über ein Verfügbarkeitsentgelt für die Errichtung und den Betrieb als monatlicher Pauschalfixpreis beglichen. Dieses Vorgehen erhöht die Planungsflexibilität für die öffentlichen Partner und ermöglicht es, vorhandene Finanzmittel in weitere Infrastrukturprojekte zu investieren. Die Zeitrahmen der Projekte bewegen sich meist zwischen 20 und 25 Jahren. In dieser Zeit betreibt, verwaltet und wartet Siemens das Gebäude. Wenn das Eigentum am Ende der Vertragslaufzeit an den Auftraggeber übergeht, steht ein erstklassig instandgehaltenes, hochmodernes Gebäude zur Verfügung. Siemens arbeitet eng mit den Auftraggebern zusammen und fungiert während des gesamten Projekts als zentraler Ansprechpartner. Dies ermöglicht es, während der Bau- und Betriebsphase flexibel auf sich verändernden Bedürfnisse zu reagieren. Durch die Zusammenarbeit mit einem oder mehreren kapitalstarken Finanzierungsunternehmen kann Siemens maßgeschneiderte Lösungen zur Verfügung stellen und die Budgetvorgaben der Körperschaften erfüllen.

Intelligente Gebäudetechnologien

Auf der Grundlage seiner umfangreichen Erfahrung in der Gebäude- und Infrastrukturplanung liefert Siemens eine Reihe von technologischen Innovationen für die neu errichteten Gebäude. So beinhalten intelligente Gebäudetechnologien von Siemens Energiesparfunktionen und Konzepte, die zu erheblichen Kostensenkungen und Emissionseinsparungen führen. Die optimierten Bedingungen werden durch die ganzheitliche Kombination von Siemens-Produkten, -Lösungen und –Dienstleistungen in der Form einer Gebäude-Technologieplattform über den gesamten Lebenszyklus hinweg erzielt. Dabei werden im Siemens-Lebenszyklusmodell die umfangreichen Erfahrungen aus dem langjährigen Betrieb von unterschiedlichen Gebäuden in Form einer betriebskostenorientierten Planung für die Errichtung neuer Gebäude genutzt. Diese Art der Planung zielt darauf ab, Errichtungs- und Betriebskosten vorteilhaft zu einem Gesamtkostenoptimum zu kombinieren. Um die prognostizierten Betriebskosten tatsächlich zu erreichen, wird die für diesen Zweck maßgeschneiderte Betriebsführungs-Software tec.off genutzt. Siemens verfügt über die Expertise, die Netzwerke und die Kapazitäten, um ambitionierte Infrastrukturprojekte zu entwickeln, in Angriff zu nehmen und zu betreiben. Als weltweit führendes Engineering-Unternehmen bietet Siemens darüber hinaus auch fortschrittliche Technologien, mit denen Energieeinsparungen erzielt und CO2-Emissionen gesenkt werden können. Das Lebenszyklusmodell von Siemens und die Smart-Building-Lösungen des Unternehmens können ein nachhaltiges Wachstum und eine erfolgreiche Entwicklung von Ballungsräumen unterstützen. Somit ist es möglich, die fortschreitende Urbanisierung als Motor für Wachstum, Fortschritt und Wohlstand zu nutzen.