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von Siemens Österreich

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hi!future
Die Vorteile, die der Digital Twin Branchen bietet sind so vielfältig, wie die Branchen selbst.

Der Digitale Zwilling auf der Weltbühne

3 Min. Lesezeit
hi!future
26. April 2018
Digitalisierungslösungen von Siemens für die unterschiedlichsten Branchen auf der Hannover Messe 2018.
Jedes Jahr wächst die Einwohnerzahl von Hannover zur Zeit der Hannover Messe um die knappe Hälfte der Einwohner. Ein Drittel der über 200.000 Besucher reist aus dem Ausland an und verleiht der Messe einen internationalen Charakter. Darüber hinaus sind mehr als 70 Nationalitäten unter den 6.500 Ausstellern vertreten. Unter den großen Konzernen mischen sich über 150 Start Ups und sorgen für jungen Nachwuchs in der Branche. Unter dem Titel „Digital Enterprise – Implement now!“ ist auch Siemens als Aussteller vertreten. Herzstück des diesjährigen Auftritts ist der Digitale Zwilling. Dieser  treibt die Digitalisierung in unterschiedlichen Branchen voran, darunter finden sich unter anderem die Luftfahrtindustrie, die chemische Industrie, die Nahrungsmittel- und Getränkeindustrie, die Öl- und Gasindustrie sowie die Automobilindustrie.

Der Digitale Zwilling ist ein Allrounder

Durch den Digitalen Zwilling entstehen Vorteile in der Automatisierung und Steuerung: dieser begleitet in virtueller Form den Lebenszyklus von der Idee über die Produktion bis hin zur Wartung und manchmal sogar bis zur Entsorgung und erhöht die Effizienz auf allen Ebenen. Der Digitale Zwilling umfasst die gesamte Wertschöpfungskette und existiert in drei Ausprägungen. Zusammengefasst werden Produkt, Produktion und Performance digitalisiert. Die Produktionsanlagen und Produktionsprozesse werden durch Simulationslösungen zunächst als digitaler Zwilling entworfen und optimiert, erst danach werden sie in der realen Welt umgesetzt. „Das macht die Produktionsinfrastruktur hoch flexibel und viel schneller: Weil Fehler bereits vorher behoben werden können und alles optimal ausgelegt wird, bevor die Produktion tatsächlich anläuft. Und weil die Daten aus dem realen Betrieb umgehend wieder in die virtuelle Planung einfließen können“, erläutert Klaus Helmrich, Mitglied des Vorstands der Siemens AG. Durch diese durchgängige, konsequente Digitalisierung der gesamten Wertschöpfungskette – vom Design eines Produkts über die Produktion bis hin zum Service – und ihre Abbildung als digitaler Zwilling befähigt Siemens seine Partner zur individualisierten Massenproduktion. In der Automobilindustrie beispielsweise kann die Fahrzeugentwicklung auf diese Weise schneller in Serienreife gehen. Bierbrauern etwa ermöglicht der Digitale Zwilling risikolose Tests und die Optimierung der Prozesse, bis sie das reale Getränk effizient, flexibel und mit höchster Qualität produzieren können. Unabhängig von der Branche bietet der Digitale Zwilling darüber hinaus Möglichkeiten der zuverlässigen und sicheren Stromversorgung sowie ausgefeilten Analysemethoden. Auf diese Weise entsteht die benötigte Energietransparenz, die Voraussetzung für optimales Energiemanagement ist – ein zunehmend wichtiger Faktor für die Wettbewerbsfähigkeit. Der Digitale Zwilling ist ein Allrounder auf dem Gebiet der Digitalisierung mit dem Talent, Prozesse vorausschauend, effizient und nachhaltig zu gestalten.

Höhere Anlagenverfügbarkeit

Mit MindSphere, dem cloudbasierten, offenen IoT-Betriebssystem, können Performance- und Instandhaltungsdaten von Produktionsequipment und ganzen Produktionslinien erfasst und analysiert werden. Dadurch steigt die Verfügbarkeit der Anlagen, zudem wird eine bedarfsabhängige Wartungsplanung möglich. MindSphere ist die Basis für den Einsatz von Analyse-Apps für viele Anwendungen. Intelligente Apps können z. B. vor Problemen warnen, bevor diese auftreten.

Die Zukunft ist digital

Die digitale Transformation der produzierenden Wirtschaft nimmt an Fahrt auf. Unternehmen aus den unterschiedlichsten Branchen erschließen das Potential mit durchgängiger Digitalisierung bereits für nachhaltige Wettbewerbsvorteile durch kürzere Markteinführungszeiten sowie höhere Flexibilität, Effizienz und Qualität. Sie ermöglicht neue Möglichkeiten der Wertschöpfung, innovative Geschäftsmodelle und zukunftsweisende Formen der Kooperation. Die technischen Voraussetzungen für die Umsetzung des Konzepts der Industrie 4.0 sind mit dem Digital-Enterprise-Angebot von Siemens geschaffen: die Verbindung der virtuellen und der realen Produktionswelt entlang der gesamten Wertschöpfungskette auf der Grundlage profunder Branchenkenntnisse und einzigartiger Kompetenz in den Bereichen Elektrifizierung, Automatisierung und Digitalisierung.