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IT (Informationstechnologie) und OT (Operational Technology) unterscheiden sich grundlegend in der Auslegung.

Der große Unterschied

2 Min. Lesezeit
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24. Oktober 2018
IT vs. OT: Kommunikation in der Produktionssteuerung grundlegend anders als in klassischer IT – Artikelserie Teil 2.

Klassische Informationstechnologie (IT; Office-Bereich: PCs, Drucker usw.) und der OT(Operational Technology)-Bereich (Prozesssteuerung, Automatisierung) unterscheiden sich grundlegend in der Auslegung ihrer Kommunikation. Während die klassische IT den Fokus auf Bandbreite und Vertraulichkeit legt, hat die Produktion besonders die Verfügbarkeit und Sicherheit im Blick. Das zieht unterschiedliche Anforderungen an Netzwerkkomponenten und -topologien nach sich. Bei der Planung und Implementierung industrieller Netzwerke müssen daher die sensiblen Unterschiede zur klassischen Informationstechnologie berücksichtigt werden, damit das Netzwerk später den Anforderungen an die Anlagenverfügbarkeit und -erweiterbarkeit gerecht werden kann.

Beispiele für den Unterschied zwischen IT und OT

Datenfluss

Bis auf wenige Ausnahmen kommunizieren im Office-Bereich die Endgeräte zu einem oder mehreren Servern. Daher ist die Netzwerktopologie in vertikaler Richtung und auf hohe Bandbreite ausgelegt. Ausfälle einzelner Clients beeinträchtigen in der Regel nicht das Geschäftsergebnis und werden somit nicht als kritisch betrachtet. In der Automatisierung stehen die Maschine-zu-Maschine(M2M)-Kommunikation und die jeweilige spezielle Applikation im Fokus. Alle beteiligten Endgeräte benötigen einen stetigen Datenaustausch. Schon bei zeitlich verzögerter Zustellung oder gar Verlust einzelner Daten kann es zum Stillstand der Anlage kommen, was einen direkten Einfluss auf das Geschäftsergebnis hat. In industriellen Kommunikationsnetzwerken muss die Signalübertragung deshalb innerhalb einer definierten Antwortzeit durchgeführt und abgeschlossen sein. Diese deterministische Auslegung der Kommunikation ist einer der wesentlichen Unterschiede zwischen Automatisierungsnetzwerken und Standard-IT. Sie ist die Voraussetzung für die Maschine-zu-Maschine-Kommunikation.

Umgebungsbedingungen

Die Umgebungsbedingungen im industriellen Umfeld unterscheiden sich signifikant von den Klimabedingungen im Rechenzentrum oder im Büro. Industrielle Netzwerkkomponenten müssen daher auch unter rauen Umgebungsbedingungen wie extreme Kälte oder Hitze, in explosionsgefährdeten Umgebungen oder in Umgebungen mit einem hohen Stoß- und Vibrationsaufkommen wie etwa im Transportwesen absolut zuverlässig funktionieren.

Personal/Service

Office-Komponenten sind bezüglich ihres Designs und ihrer Wartungs- und Servicefreundlichkeit in der Regel nicht auf die Anforderungen im industriellen Umfeld zugeschnitten. Außerdem hat im industriellen Umfeld im Fehler- oder Servicefall die schnelle Wiederinbetriebnahme der Komponenten höchste Priorität. Dabei steht die Aufrechterhaltung der Produktionsprozesse im Mittelpunkt, wofür es Spezialisten braucht, die über Know-how sowohl im IT- als auch im Automatisierungsbereich verfügen.

Lesen Sie im dritten Teil der Artikelserie „Industrielle Kommunikation“, wie sich die Unterschiede zwischen IT und OT auf Safety- und Security-Strategien auswirken.
Weitere Informationen:
Als Partner der Industrie verfügt Siemens neben seinem umfassenden Portfolio an Netzwerkprodukten, Serviceleistungen und zertifizierten Trainings als Lösungsanbieter auch über langjährige Erfahrung und tiefgreifendes Know-how, um industrielle Netzwerklösungen zukunftsfähig zu konzeptionieren und umzusetzen – weltweit unterstützt von zertifizierten Siemens-Partnern mit fundiertem Branchen- und Expertenwissen. Siemens: Industrielle Netzwerke hi!tech: Digitalisierung und Netzwerke (Serie Teil 1) hi!tech: Für eine sichere digitale Welt  
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