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von Siemens Österreich

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In 18 Fabriken auf der ganzen Welt produziert Campari Group ihre Marken-Getränke und gehört damit zu den sechs größten Branchenvertretern.

Digitalisierung „mit Schuss“

2 Min. Lesezeit
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09. August 2018
Die Campari Group nutzt Siemens-Technologie, um Produktentwicklung und Fertigungsprozess effizienter zu gestalten.

Sie sind Teil der meisten Partys – namhafte Aperitifs wie Campari und Aperol oder Bitterliköre wie Cynar und Braulio des Herstellers Campari Group. Der Weltkonzern bietet ein Produktportfolio von über 50 namhaften Getränken, die in 18 eigenen Fabriken hergestellt werden. Insgesamt unterhält das Unternehmen 58 Standorte. Um eine solch komplexe Organisation managen zu können, digitalisiert Campari Group seit 2012 seine Betriebsprozesse. Für das Produktspezifikations-Management setzt der Konzern auf das flexible und betriebsunabhängige Simatic IT Interspec, Manufacturing Execution System, mit dem Produktspezifikationen entwickelt, konfiguriert und verwaltet sowie auf einer zentralen Datenplattform zur Verfügung gestellt werden können. 

Erfassung von Qualitäts- und Quantitätsinformationen

„Im Zuge der Expansion der Gruppe müssen wir die Produktinformationen und die Erhebungsmethoden standardisieren sowie klare und konsistente Freigabeverfahren definieren, um die Korrektheit der gesammelten Daten und deren effiziente Verteilung auf der ganzen Welt zu sichern", erklärt Marco Rocca, Manager bei Campari Group für Qualität, Gesundheit, Sicherheit und Umweltschutz. Dazu werden qualitative und quantitative Produktinformationen gesammelt und in einer allen verantwortlichen Mitarbeitern zugänglichen Datenquelle zur Verfügung gestellt. Ebenso wurden Dokumente für die externe Kommunikation – wie Produktdatenblätter – standardisiert. Mit der Simatic IT Suite ist es Campari Group folglich möglich, neue Produktinformationen in Echtzeit zu be- und verarbeiten, statt wie früher in einen Zeitraum von sieben Tagen. Der Roll-Out umfasst alle 58 Standorte. Bei Abschluss des Projektes sollen in der Suite 21.000 Spezifikationen, 8.000 Verpackungsdesigns und fast 7.000 Dokumente erfasst sein.

Umfangreiche Zusatz-Module

Zusätzlich zu Simatic IT Interspec hat Campari Group weitere Module implementiert, darunter Simatic IT R&D Suite für Forschung und Entwicklung sowie Simatic IT Unilab. Letzteres verbindet sich einerseits mit der Software SAP und andererseits mit Simatic IT Interspec. Wenn dann ein Produkt von einem Lieferanten oder der internen Produktion geliefert wird, sendet SAP eine Musterprüfungsanforderung an Simatic IT Unilab. Der Anwender stuft diese dann als „freigegeben“ oder „blockiert“ ein und sendet diese Information an SAP zurück. Über den Simatic IT Report Manager können verschiedene Arten von Berichten aus Simatic IT Interspec erstellt werden. „Das Projekt mit Siemens basiert auf der dringenden Notwendigkeit, technische Spezifikationen zu verwalten“, so Carlo Bidoglia, globaler Anwendungsleiter PSC, Campari Group. „Mit der OEE-Lösung (Overall Equipment Effectiveness) von Siemens können wir mögliche Verbesserungsbereiche identifizieren und Korrekturmaßnahmen während der Instandhaltung oder Prozessrevision definieren, um die Produktionseffizienz zu erhöhen.“