Pump_OMV_Aktiengesellschaft
Siemens präsentiert eine in Zusammenarbeit mit Intel entwickelte IoT-basierte Digitalisierungslösung für Ölfelder.
Industrie
3 min

Digitalisierungslösung für Ölfelder

End-to-End-IoT-Lösung hilft Öl- und Gasunternehmen dabei, ihre Produktion zu optimieren und Kosten zu senken.

Siemens hat eine skalierbare End-to-End-IoT-Lösung präsentiert, die Öl- und Gasunternehmen dabei unterstützen wird, ihre Produktion zu optimieren und Kosten durch vernetzte Systeme zur dezentralen Automatisierung und Datenanalyse zu senken. IoT Well Surveillance wurde in Zusammenarbeit mit der Intel Industrial IoT Group entwickelt und wird auf der internationalen Erdöl-Fachmesse und -Konferenz ADIPEC vom 13. bis 16. November 2017 in Abu Dhabi präsentiert. Mit diesem innovativen Ansatz bietet Siemens gemeinsam mit Intel der internationalen Öl- und Gasindustrie eine kosteneffiziente Lösung an, um in der Fläche verteilte Anlagen mit minimalem Aufwand in ein Netzwerk zu integrieren und gleichzeitig einen hohen Automatisierungsgrad zu erreichen.
In einer von fallenden Preisen gekennzeichneten Branche hilft Siemens IoT Well Surveillance Öl- und Gasförderunternehmen, die Kostenvorteile der Digitalisierung umfassend zu nutzen. Da die Öl- und Gaspreise seit 2014 um rund 50 Prozent gesunken sind, suchen Unternehmen derzeit verstärkt nach Technologien, die die Anlageneffizienz steigern und den Betrieb optimieren. Die in der Fläche weit verteilten Ölförderanlagen haben in der Regel einen beträchtlichen Abstand zueinander und sind daher meist nur teilweise in Automatisierungssysteme integriert. Dies macht die Datenerfassung für die zentrale Speicherung und Analyse schwierig und begrenzt die betrieblichen Möglichkeiten. Siemens IoT Well Surveillance gestattet es Öl- und Gasförderunternehmen, Daten von zuvor nicht vernetzten Anlagen kosteneffizient in ihre Automatisierungssysteme zu integrieren. Dies erlaubt eine umfassende Zustandsüberwachung (Condition Monitoring), vorausschauende Wartung (Predictive Maintenance) und damit die Reduktion von Anlagenausfallzeiten.

Smart Data für dezentrale Anlagen

Siemens IoT Well Surveillance zielt auf einen effizienteren Betrieb und eine verbesserte Überwachung von Ölfeld-Förderanlagen ab. Die Lösung nutzt vorhandene Sensoren und das Simocode-Motormanagementsystem von Siemens für die dezentrale Datenanalyse. Das Edge-Computing-Gerät, die mit Intel Komponenten ausgestattete Siemens Nanobox, führt mit Hilfe der gewonnen Daten anspruchsvolle Analyse- und Soft-Sensing-Aufgaben durch, berechnet daraus die Pumpenparameter, löst Alarme aus und optimiert die Produktion. Die Durchführung dieser Berechnungen an der Pumpe gewährleistet einen unabhängigen Betrieb am Bohrloch. Zur Weiterverarbeitung und Feldanalyse werden die Informationen an ein zentrales SCADA-System bzw. an eine IoT-Plattform gesendet. Weitere Betriebs- und Alarmfunktionen inklusive Videointegration stehen dem Personal vor Ort über ein interaktives Webportal zur Verfügung. Die Lösung ist in die Siemens IoT-Plattform MindSphere integriert und bietet eine nahtlose Verbindung zwischen der Produktionsanlage und den Anwendungen für die erweiterte Analyse mehrerer Bohrlöcher. Zu den weiteren Vorteilen dieser Digitalisierungslösung zählen die gesteigerte Anlagen-Transparenz, die hohe betriebliche Effizienz und die maximierte Produktivität.

Erfolgreiches Pilotprojekt mit Intel und OMV

Intel hat bei der Entwicklung von Siemens IoT Well Surveillance eng mit Siemens zusammengearbeitet. Intel-Technologien und Hardware sind in der Lösung enthalten, darunter ein mit einem Intel® Atom™-Prozessor ausgestattetes Gateway, die Siemens Nanobox, und ein Intel-basierter Wireless Access Point. Ein robustes, mit einem Intel® Core™ i5-Prozessor betriebenes Siemens Industrie Tablet wird vor Ort für die Visualisierung der aktuellen Daten und Softwareentwicklung beteiligt. „Die innovative IoT-Lösung von Siemens für die Überwachung, Analyse und Steuerung von Erdölförderanlagen basiert auf der skalierbaren Intel IoT-Technologie und demonstriert den Nutzen moderner Analysemethoden und von Soft Sensing für die Optimierung und Überwachung von Bohrlöchern, womit die Gesamtbetriebskosten deutlich gesenkt werden“, erklärt Christine Boles, General Manager der Division Industrial & Energy Solutions in der Internet of Things Group von Intel. „Gemeinsam helfen Intel und Siemens dabei, die Welt der Ölfeldautomatisierung zu verändern und Unternehmen in einem schwierigen Marktumfeld erfolgreich zu machen.“
Partner für das Pilotprojekt von Siemens und Intel ist das in Wien ansässige Öl- und Gasunternehmen OMV, welches seit April 2017 die IoT-Bohrlochüberwachungslösung auf einem Ölfeld testet. OMV ist Betreiber von mehreren tausend sogenannten Beam Pump Stripper Wells weltweit. IoT Well Surveillance ermöglichte neben der Produktionsoptimierung das frühzeitige Erkennen und Beheben von Produktionsverlusten, die Optimierung der Instandhaltung und eine Entlastung des Personals vor Ort. „Die Siemens-Lösung ermöglicht die vollständige und zugleich kosteneffiziente Überwachung von Sonden mit geringer Produktion wie Stripper Wells“, bestätigt Saša Blažeković, Team Leader Production Support bei OMV.
Weitere Informationen:
MindSphere
ADIPEC 2017
OMV
Intel
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