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Der Mehrachsenstuhl im Euro Space Center wurde von der NASA in den 1960er Jahren zum Training der Astronauten genutzt und ist heute – ausgestattet mit einer Automatisierung von Siemens – ein besonderer Besuchermagnet.

In den Fußstapfen von Neil Armstrong

2 Min. Lesezeit
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23. Januar 2018
Erlebnispark „Euro Space Center" in Belgien modernisiert originalen NASA-Simulator und ermöglicht Ausflug ins All.

Im Erlebnispark „Euro Space Center“ im belgischen Transinne steht neben diversen Simulatoren der originale Mehrachsenstuhl der NASA (National Aeronautics and Space Administration) aus den 1960er Jahren, auf dem Astronauten Desorientierungsübungen absolviert haben. Heute können Besucher des Parks damit für einige Minuten in die Fußstapfen der Weltraumpioniere treten. Dazu wurde der Stuhl mit moderner Technik automatisiert. Die Steuerung dafür stammt von Siemens.
Wer hat als Kind nicht davon geträumt, einmal in die Fußstapfen von Neil Armstrong oder Buzz Aldrin zu treten und als Astronaut den Weltraum zu erkunden. Zumindest gefühlsmäßig und für einen kurzen Zeitraum wird das im „Euro Space Center“ in Transinne, Belgien, möglich. Hier können Besucher in Simulatoren den „Moonwalk“ und Schwerelosigkeit erleben oder im sogenannten Mehrachsenstuhl eine Desorientierungsübung machen. Mit diesem Stuhl bereitete die NASA ihre Astronauten auf den Einsatz im Weltall vor und das Original ist nun in Transinne im Einsatz. Die frühere manuelle Steuerung des über drei Achsen und zwei Aluminiumringe schwenkbaren Stuhls wurde jedoch mittlerweile durch das Logikmodul Logo! 8 von Siemens ersetzt und die Steuerung automatisiert.

Optimale Positionierung

„Früher mussten unsere Mitarbeiter den Simulator über ein einfaches Handrad starten, die Drehzahl regulieren, den Stuhl abbremsen und anhalten“, erinnert sich Catherine Vuidar, Marketing Manager des Euro Space Center. Mit Logo! 8 verbessert sich nicht nur die Handhabung für die Mitarbeiter. Auch Lenkfähigkeit, Wirksamkeit und Sicherheit wurden erhöht. Verantwortlich für die Aufrüstung des Sessels war das Unternehmen Heinen, das die Einstellungen des neuen Steuerprogramms berechnete, testete und justierte. „Um die Sicherheit des Systems zu verbessern, haben wir an genau definierten Stellen des Simulators zwei Sensoren angebracht“, so der leitende Entwicklungsingenieur Marc Radoux. Die mit Logo! 8 verbundenen Sensoren positionieren den Stuhl beim Start und vor allem beim Anhalten optimal, damit der Besucher beispielsweise nicht kopfüber zum Stehen kommt.
Die Drehung des Stuhls selbst erfolgt durch einen Asynchronmotor mit einer maximalen Drehzahl von 3.600 Umdrehungen pro Minute (U/min.), der an einen Frequenzregler angeschlossen ist. In den aktuell verfügbaren drei Geschwindigkeitsstufen „langsam“, „schnell“ und „sehr schnell“ sind bis zu 30 Umdrehungen des Stuhls pro Minute möglich – für Magen und Gleichgewichtsorgan der „Testperson“ durchaus eine Herausforderung. Über einen Not-Halt kann der Stuhl jederzeit gestoppt werden und über das Display der Steuerung sind Spannungs- und Geschwindigkeitsparameter jederzeit in Echtzeit einsehbar. „Das Projekt ist derart erfolgreich, dass wir sogar einen mobilen Mehrachsenstuhl entwickelt haben. Und auch ein drittes Projekt ist bereits in der Umsetzung“, resümiert Radoux.