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von Siemens Österreich

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Drei wichtige Themen werden uns auch in Zukunft beschäftigen: Nachhaltigkeit, eine sichere und zuverlässige Energieversorgung sowie wirtschaftliche Vorteile.

Intelligent vernetzt (3)

3 Min. Lesezeit
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19. Juni 2019
Neue Ideen für die Infrastruktur der Zukunft durch die Verbindung von Energiesystemen, Gebäuden und Industrien.
Wie in Teil 2 dieser Serie dargestellt, sind dezentrale Energiesysteme ein wesentliches Element, das im Zentrum dieses neuen Ökosystems der intelligenten Infrastruktur steht und die Konvergenz von Energieversorgungssystemen mit Gebäuden und Industrieanlagen betrifft. Die Zunahme an dezentralen Energiesystemen führt zu einer heterogeneren, dynamischeren Energieversorgung mit unterschiedlichen Akteuren und vielschichtigen Energie-, Informations- und Geldquellen, die zwar unabhängig und/oder insular betrieben werden können, aber gleichzeitig an ein größeres Netz angeschlossen sind.

Hohe Wachstumsraten

Experten sehen hohe Wachstumsraten für Technologien im Rahmen von dezentralen Energiesystemen voraus. So wird die durchschnittliche jährliche Wachstumsrate für den Energiespeichermarkt bis 2024 voraussichtlich über 10 Prozent betragen. Die Infrastruktur für Elektrofahrzeuge wird um über 30 Prozent zunehmen und der Markt für dezentrale Energiesysteme allgemein wird voraussichtlich um etwa 10 Prozent wachsen. Zusammenfassend kann man sagen, dass lokale, dezentralisierte und kontrollierbare Stromerzeugungs- und Speicherlösungen den Endverbrauchern eine gewisse lokale Resilienz oder sogar völlige Unabhängigkeit vom Netz ermöglichen, oftmals in Verbindung mit außergewöhnlichen wirtschaftlichen Vorteilen.

Vorteile für Netzbetreiber

Diese Vorteile kommen auch den Netzbetreibern zugute. Lokale Lösungen können die Nachfrage dahingehend verwalten, dass Spitzenlasten reduziert werden, wenn das Kapazitätslimit erreicht ist. Dadurch können Energieüberschüsse am Markt verkauft werden. Viele dieser Vorteile sind heute sicherlich noch nicht im großen Maßstab Realität. Die Zahlen von bereits verwirklichten dezentralen Energieprojekten sprechen jedoch für sich: Eine unabhängige Studie zu diesem Thema zeigt, dass Betreiber dezentraler Energiesysteme im Vergleich zum herkömmlichen Betrieb eine Senkung der Betriebskosten um 8 bis 28 Prozent verzeichnen können, mit einer Amortisation des eingesetzten Kapitals (Return on Investment) innerhalb von drei bis sieben Jahren. Die CO2-Emissionen sanken dabei im gleichen Maße.

Nachhaltigkeit, eine sichere und zuverlässige Energieversorgung sowie wirtschaftliche Vorteile

Eine Nutzung dieser neuen Möglichkeiten und Vorteile wird dabei helfen, Umgebungen zu schaffen, die von intelligenten Ressourcen gesteuert werden und die uns drei Hauptvorteile sichern: Nachhaltigkeit, eine sichere und zuverlässige Energieversorgung sowie wirtschaftliche Vorteile. Auf dem Weg in die Zukunft der Energie sind die Themen Dekarbonisierung, Dezentralisierung und Digitalisierung untrennbar miteinander verbunden. Ziel ist die intelligente und nachhaltige Erzeugung, Verteilung und Nutzung von Energie. Um dieses Ziel zu erreichen, sind integratives Denken und der Blick für das große Ganze notwendig. Dazu gehört alles von intelligenten Energiekonzepten bis zur Sektorkopplung und von der Infrastruktur für Elektrofahrzeuge bis zur Integration erneuerbarer Energien in das Stromnetz. Bereits heute stehen technologische Lösungen zur Verfügung, die deutliche Fortschritte in diesem Bereich ermöglichen.

Um sie noch wirksamer zu machen, sind zunächst keine neuen Gesetze, Vorschriften oder technologischen Entwicklungen erforderlich. Städte, Unternehmen und Bürger können sich heute aktiv in den Klimaschutz einbringen – und Lebensräume zum Wohle von Mensch und Umwelt schaffen.

Praxisbeispiel Nachhaltigkeit: Auf dem Weg zu CO2-freiem Strom für Galapagos

Idealerweise leistet eine dezentrale Energieversorgung einen entscheidenden Beitrag zum Schutz der Umwelt und des Klimas unseres Planeten, indem Energie dort verbraucht wird, wo sie generiert wird, und Übertragungs- und Verteilungsverluste so vermieden werden. Darüber hinaus kann der Einsatz erneuerbarer Energiequellen Emissionen entscheidend reduzieren und unsere natürlichen Ressourcen schützen. Dezentrale Energiesysteme spielen hier eine wesentliche Rolle, da sie speziell auf die Erzeugung, Speicherung und Verteilung grüner Energie ausgelegt sind. Diese Vorteile wirksam umzusetzen, ist für uns überlebenswichtig, insbesondere vor dem Hintergrund der aktuellen Debatte zum Klimawandel. Mit Technologien wie der Wärmerückgewinnung, Prognose-Algorithmen und Maßnahmen für eine bessere Energieverteilung lassen sich bereits heute signifikante Ressourceneinsparungen erzielen.

Evolution of power on the Galapagos (in englischer Sprache)

Sie lasen Teil 3 der dreiteiligen Serie „Intelligent vernetzt“. Teil 1 können Sie hier, Teil 2 hier lesen.

Weitere Informationen:
Optimale Umgebungen schaffen Siemens Smart Infrastructure (SI) gestaltet den Markt für intelligente, anpassungsfähige Infrastruktur für heute und für die Zukunft. SI zielt auf die drängenden Herausforderungen der Urbanisierung und des Klimawandels durch die Verbindung von Energiesystemen, Gebäuden und Wirtschaftsbereichen. Siemens bietet Kunden ein umfassendes, durchgängiges Portfolio aus einer Hand – mit Produkten, Systemen, Lösungen und Services vom Punkt der Erzeugung bis zur Nutzung der Energie. Mit einem zunehmend digitalisierten Ökosystem hilft SI seinen Kunden im Wettbewerb erfolgreich zu sein und der Gesellschaft, sich weiterzuentwickeln – und leistet dabei einen Beitrag zum Schutz unseres Planeten. Siemens Smart Infrastructure