Industrie
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Nachhaltige Wasserkraft

Im schweizerischen Emmental wird im Kleinwasserkraftwerk Gohlhaus „grüner“ Strom erzeugt und auf die Umwelt geachtet.

Im schweizerischen Lützelflüh im Emmental wird in dem Kleinwasserkraftwerk Gohlhaus „grüner“ Strom erzeugt. Die Anlage mit einem der größten Permanentmagnet-Generatoren der Schweiz ist mit Siemens-Technik automatisiert und versorgt die Region mit nachhaltig gewonnener Energie. Darüber hinaus trägt das Kleinwasserkraftwerk einen wichtigen Anteil zur ökologischen Situation bei: Mit dem Fischaufstieg am Kraftwerksgebäude können die Fische nun flussauf- und -abwärts wandern.
Im Schweizer Emmental – das auch die ursprüngliche Heimat des Emmentaler Hartkäses ist – bietet eine natürliche Schwelle in der Emme ideale Voraussetzungen für den Einsatz eines Wasserkraftwerks zur Stromgewinnung. Letztes Jahr ging deshalb unterhalb der Gohlhausbrücke in Lützelflüh das Kleinwasserkraftwerk Gohlhaus ans Netz und versorgt mit einer geplanten Jahresleistung von 2.200 Megawattstunden (MWh) knapp 600 Haushalte mit nachhaltig erzeugtem Strom. Für einen effizienten Betrieb sorgt einer der größten Permanentmagnet-Generatoren der Schweiz, der von Siemens Automatisierungs-Komponenten gesteuert wird.

Das Totally Integrated Automation Portal (TIA Portal) ermöglicht den vollständigen Zugriff auf die gesamte digitalisierte Automatisierung von der digitalen Planung über integriertes Engineering bis zum transparenten Betrieb.
Das Totally Integrated Automation Portal (TIA Portal) ermöglicht den vollständigen Zugriff auf die gesamte digitalisierte Automatisierung von der digitalen Planung über integriertes Engineering bis zum transparenten Betrieb.

Zuverlässig und nachhaltig

Das auffälligste Merkmal des Kleinwasserkraftwerks sind die beiden großen Wehrklappen, die zusammen mit dem Grundablass und der Spühlklappe die Emme im Emmental in der Schweiz stauen. Den so erzeugten Höhenunterschied von knapp vier Metern nutzt das Kleinwasserkraftwerk zur Stromerzeugung. Dazu leitet das Einlaufbauwerk bis zu 16 Kubikmeter Wasser pro Sekunde zur Turbine. Horizontal und im Abstand von 20 Millimetern montierte Stäbe, der sogenannte Rechen, verhindern, dass Treibgut wie Holz und Blätter in die Turbine gelangen. Die Steuerung der gesamten Anlage erfolgt über eine Simatic S7-1511 und dezentrale Peripheriemodule ET 200MP von Siemens. „Wir verwenden für die Steuerung der vier Hydraulikaggregate, aller Klappen und der Lüftung dieselben Komponenten“, sagt Patric Bertschy. Er ist Techniker bei der Kobel Elektrotechnik AG, die seit 40 Jahren Steuer- und Regelanlagen für Kleinkraftwerke entwickelt. Engineert und programmiert werden die Komponenten im Totally Integrated Automation (TIA) Portal. Über einen Smart Server kann via Fernzugriff auf die Daten zugegriffen werden. „Wir können alle Werte von überall in Echtzeit ablesen und teils auch quittieren. Änderungen nehmen wir allerdings lieber vor Ort vor. So sehen wir, wie die Situation aussieht, und hören, wie Turbine und Generator klingen“, so Bertschy.
Das Kraftwerk hat neben der nachhaltigen Stromgewinnung einen weiteren Vorteil für die Region. Durch den Fischaufstieg am Kraftwerksgebäude können Fische nun die Emme auch gegen die Strömungsrichtung überwinden. 

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