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Unternehmen müssen heute die Chancen der Digitalisierung nutzen, um auch in Zukunft erfolgreich zu sein. In Pilotfabriken können Betriebe digitalisierte Produktionstechnologien erproben.
Industrie
3 min

Neue Pilotfabriken

Industrie 4.0-Testlabor für TU Graz und Pilotfabrik in Linz für neue Verfahrenstechniken.

Das Infrastrukturministerium richtet eine eigene Pilotfabrik für Industrie 4.0 in der Steiermark ein. In dem Testlabor in Graz werden heimische Unternehmen in Zukunft digitalisierte Produktionstechnologien erproben, ohne den eigenen Betrieb zu stören. Erforscht werden in der „smartfactory@tugraz“ neue Fertigungsmethoden, mit denen auch kleine Stückzahlen rentabel hergestellt werden können, etwa maßgeschneiderte Autos.
Neben der bereits bestehenden Pilotfabrik in der Wiener Seestadt Aspern und der smartfactor@tugraz bekommt auch Linz eine Pilotfabrik, in der an neuen Verfahrenstechniken geforscht wird.
In der „LIT Factory“ in Linz werden innovative Verfahrenstechniken erforscht, mit dem Ziel Materialien für neue Zwecke einzusetzen. So werden beispielsweise Leichtbauteile aus Kunststoff für Autos entwickelt, die anstelle von Stahl den Motor mit der Karosserie verbinden. Weitere Forschungsprojekte liegen in den Bereichen Produktionstechnik, Medizintechnik, Maschinenbau, Bau und Recyclingtechnik. Federführend für die Pilotfabrik verantwortlich ist die Johannes-Kepler-Universität Linz, die sich gemeinsam mit 23 heimischen Betrieben an dem Projekt beteiligt. Das Infrastrukturministerium investiert zwei Millionen Euro in den Standort, etwa die gleiche Summe kommt in der Anfangsphase von Partnern aus Wirtschaft und Wissenschaft. Das Land Oberösterreich und die Stadt Linz stellen zudem zweieinhalb Millionen Euro für das Gebäude bereit.
Ein besonderer Schwerpunkt wird in der smartfactor@tugraz auf die Datensicherheit und Verlässlichkeit von computergesteuerten Produktionssystemen gelegt. Federführend verantwortlich ist die Technische Universität Graz, die sich gemeinsam mit rund 20 heimischen Betrieben an dem Projekt beteiligt. Das Infrastrukturministerium investiert zwei Millionen Euro in den Standort Graz, etwa die gleiche Summe kommt von Partnern aus Wirtschaft und Wissenschaft.

Arbeitsplätze und Wertschöpfung in Österreich halten

"Die voranschreitende Digitalisierung ist die Antwort auf den weiter zunehmenden internationalen Wettbewerb. Mit neuen digitalen Verfahren können wir in der Produktion Effizienzsteigerungen erzielen, neue Dienstleistungen oder innovative Geschäftsmodelle entwickeln und damit Arbeitsplätze und Wertschöpfung in Österreich halten. Deswegen bringen wir uns sehr aktiv in die Pilotfabrik ein: Wir wollen gemeinsam mit jungen Menschen intelligente Produktionsformen der Zukunft erforschen und Forschungsfelder für die Industrie entwickeln“," begrüßt Kurt Hofstädter, Leiter der Division Digital Factory bei Siemens Österreich, die Einrichtung der Pilotfabrik.
"In der Pilotfabrik erproben unsere heimischen Unternehmen schon heute die digitale Produktion von morgen. In Zukunft werden Klein- und Mittelbetriebe in Graz neue Methoden entwickeln, um Unikate am Fließband herzustellen. Und zwar so, dass sie für Kundinnen und Kunden leistbar sind. Künftig wird man etwa nicht mehr zwischen Automodellen wählen, sondern sich sein Fahrzeug nach den eigenen Wünsche zusammenstellen – vom Design über den Motor bis hin zur Innenausstattung. Mit der Pilotfabrik bereiten wir unsere Unternehmen auf die Digitalisierung vor. So werden wir neue Arbeitsplätze in die Steiermark holen“," sagt Infrastrukturminister Jörg Leichtfried.
"„Mit der smartfactory@tugraz bekommt die TU Graz die ideale Forschungslandschaft zur Beforschung agiler und datensicherer Fertigungskonzepte der Zukunft und die Steiermark eine interdisziplinäre, wirtschaftsnahe Pilotfabrik. Wissenschafterinnen und Wissenschafter vieler Disziplinen, vom Maschinenbau über die Elektrotechnik bis zur Informatik, forschen und lehren hier interfakultär. Die smartfactory@tugraz ist die perfekte Komplettierung des Smart-Production-Forschungsschwerpunktes der TU Graz und macht die Steiermark zu einer der führenden europäischen Smart Production and Services Regionen und unsere Unternehmen fit für die Herausforderungen der Zukunft”," freut sich Harald Kainz, Rektor der TU Graz, über die neue Einrichtung.

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