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Industrie
2 min

Sauber volltanken

Erste Multi-Energie-Tankstelle Europas stellt aus Windkraft und Solarenergie gewonnenen Wasserstoff zur Verfügung.

Die erste Multi-Energie-Tankstelle Europas, an der aus Windkraft und Solarenergie gewonnener Wasserstoff zur Verfügung gestellt wird, wurde in Berlin von Clean Energy Partnership (CEP) und weiteren Kooperationspartner realisiert. Um die Technik und Systeme der verschiedenen Partner in einem einheitlichen Bediensystem zusammenführen zu können, setzen die Projektbeteiligten auf die Simatic PCS 7-Technik von Siemens. Mit der Automatisierungslösung ist eine Integration aller Systemkomponenten möglich, ohne die Automatisierungstechnologien der einzelnen Kooperationspartner wesentlich verändern zu müssen. Damit entfiel auch der Mehraufwand, den ein Konzept zur Gesamtsynchronisation nach sich gezogen hätte. So konnten die Projektbeteiligten die Einhaltung des engen Terminplans, die Sicherung des Know-how-Schutzes der einzelnen Anlagenteile und eine Rund-um-die-Uhr-Verfügbarkeit sicherstellen.
„Grüne“ beziehungsweise „saubere“ Energie ist längst kein Novum mehr, und ihre Verfügbarkeit wird immer besser. Dazu trägt auch das in Berlin realisierte H2BER-Projekt bei. Dabei handelt es sich um die erste Multi-Energie-Tankstelle Europas auf Basis von Wasserstoff. Umgesetzt wurde das Projekt unter der Schirmherrschaft von Clean Energy Partnership (CEP) und weiteren Kooperationspartnern. Um den Wasserstoff in seinem ganzen Zyklus – von der Produktion über die Strom- und Wärmeerzeugung bis hin zur Nutzung als Kraftstoff – nutzen zu können, mussten die Steuerungssysteme der einzelnen Technologiepartner einheitlich in ein Gesamtsystem integriert werden. Konkret gemeint sind damit unter anderem ein Blockheizkraftwerk für die Strom- und Wärmeversorgung der Tankstelle sowie die Tanktechnologie für die zwei Wasserstoff-(H2)-Zapfsäulen, an denen künftig Personenkraftwagen und Busse mit 350-bar- und 700-bar-Tanks befüllt werden können. Möglich wurde diese Harmonisierung mit dem übergeordneten Prozessleitsystem Simatic PCS 7 von Siemens, das die Verbundanlage überwacht und mit den einzelnen Bausteinen der Partner kommuniziert, die den aus Solar- und Windkraft gewonnenen Wasserstoff bereitstellen.

Alles unter einem Hut

Die Softwaretechnologie Open OS, ein Bestandteil der Simatic PCS 7, ist eine offene Lösung, die heterogene Systemlandschaften und Drittkomponenten wie CodeSys, Wago, Freelance und auch Simatic S7-1500 miteinander verbindet. Das machte beim H2BER-Projekt ein Konzept für die Gesamtsynchronisation überflüssig. Wichtig war allen Partnern der sogenannte Know-how-Schutz, sprich der Schutz ihrer Patent-, Marken- und Urheberrechte. Open OS gewährleistet diesen Schutz und erhält seine Daten für die Signalverarbeitung aus unter- und nebengeordneten Anlagenteilen, die das System dann in einer Messwarte zusammenführt. Über WinCC-Kommunikationskanäle oder OPC lassen sich in das Prozessleitsystem Einzelkomponenten wie speicherprogrammierbare Steuerungen (SPS) und Controller anderer Hersteller ebenso einbinden wie montagefertige Package Units. Dabei schafft Open OS ein PCS 7-kompatibles Abbild des zu integrierenden Systems mit dem Ergebnis, dass der Anlagenfahrer auf einer einheitlichen Ebene der Visualisierung arbeitet.
Ein weiterer Vorteil der Open OS-Lösung ist die Datenarchivierung, die über das System vollautomatisch abläuft. Die Langzeitarchivierung erfolgt über den integrierten Process-Historian-Server von Siemens. Zudem kann mit Open OS die Speicherung als XML-File erfolgen, wodurch einmal aufgesetzte Lösungen reproduzierbar werden. Das reduziert den Engineering- und Kostenaufwand für beispielsweise eine zweite H2-Tankstelle erheblich. Mit der umfangreichen Siemens-Lösung war es letztlich möglich, sowohl den engen Zeitrahmen einzuhalten als auch den Know-how-Schutz und eine Rundum-die-Uhr-Verfügbarkeit der Tankstelle und aller Systeme sicherzustellen. Und das, ohne die Automatisierungstechnologien der beteiligten Partner wesentlich verändern zu müssen.

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