Energiewende: Nur mit digitalen Technologien bewältigbar
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Energiewende: Nur mit digitalen Technologien bewältigbar

Klimaschutz ist keine Frage des „Ob“, sondern des „Wie“. Gefordert ist ein praxistauglicher, konstruktiver Fahrplan.

Die Herausforderungen sind enorm: Klimawandel, steigender Energieverbrauch, steigende Mobilitätsbedürfnisse, Smarte Städte bis hin zur digitalen und technologischen Souveränität Europas. Das Erneuerbaren-Ausbau-Gesetz (EAG), die geplante Ökologische Steuerreform oder das „Fit-für-55“-Paket der EU – alles notwendige Meilensteine auf dem Weg zur Klimaneutralität Österreichs und Europas, die für die österreichischen Unternehmen zum Teil weitreichende Veränderungen mit sich bringen. „Um die Klimaziele zu erreichen, sind große gemeinsame Anstrengungen von Politik, Industrie, Wirtschaft und Gesellschaft notwendig. Dass etwas getan werden muss, ist mittlerweile unstrittig. Beim ´Wie´ herrscht allerdings noch großer Diskussionsbedarf“, so Wolfgang Hesoun, in seiner Rolle als FEEI-Obmann, im Rahmen der Jahrespressekonferenz des Fachverbandes der Elektro- und Elektronikindustrie

FEEI-Pressekonferenz am 9. September 2021
FEEI-Pressekonferenz am 9. September 2021

„Der Plan, rein auf erneuerbare Energien umzustellen, wird nicht reichen, um den stetig steigenden Energiebedarf zu decken. Vielmehr müssen alle möglichen Technologien, die CO2 reduzieren, zum Einsatz gebracht werden. Auch brauchen Unternehmen einen Rahmen, der Investitionen betriebswirtschaftlich rechtfertigen lässt und zeitlich machbar ist. Ich wünsche mir ein klares Bekenntnis zum Industriestandort Österreich und Europa“, so Hesoun, der für eine verhältnismäßige Betrachtung und somit auch für die Übernahme der Verantwortung jener Länder plädiert, die am meisten emittieren. „Wir werden weiterhin unsere Vorreiterrolle im Klimaschutz wahrnehmen, nur die Hitparade der Klimasünder führt definitiv nicht Europa an – ganz im Gegenteil!“ 

Digitale Technologien ebnen Weg in die Zukunft
Neben Verhaltensänderungen und durchdachter Rahmenbedingungen ist die Elektro- und Elektronikindustrie mit ihren Produkten und Innovationen Teil der Lösung und treibende Kraft für künftige Entwicklungen. Die neuen digitalen Technologien der Branche ebnen den Weg in die Zukunft, sie leisten ihren Beitrag, wenn es um mehr Energieeffizienz in den Energiesystemen oder die Integration von Energie aus erneuerbaren Energieträgern in das fragile Energiesystem geht. Sie übernehmen im Hintergrund wichtige und höchst sensible Überwachungs-, Steuerungs- oder Regelfunktionen oder sind für die Daten- bzw. Signalverarbeitung digital und automatisiert in Echtzeit zuständig.

Politik ist gefordert, Belastungen für Industrie hintanzuhalten
Die beste Möglichkeit, CO2-Emissionen zu reduzieren, ist neben Energie einzusparen, die Digitalisierung und somit die zunehmende Vernetzung. „Die Digitalisierung ist der entscheidende Schlüssel und gleichzeitig Treiber für den Übergang. Ohne intelligente digitale Systeme könnten die in den Klimazielen definierten Herausforderungen nicht erreicht werden. Gleichzeitig kann ohne Digitalisierung auch der Erfolg nicht gemessen werden“, so Siemens Generaldirektor Hesoun. Die Digitalisierung gewährleistet die Gesamtsystemoptimierung durch die Integration unterschiedlicher Energiesektoren, ermöglicht den Verbrauchern eine aktive Teilnahme an den Energiemärkten, sowie eine bessere Koordination (Kommunikation, Überwachung und Steuerung) des Gesamtenergiesystems. „Das ist der Teil, den die Elektro- und Elektronikindustrie leiste kann und leisten will. Voraussetzung dafür ist aber, dass man sie tun lässt und sie mit praxistauglichen, konstruktiven und schlauen Rahmenbedingungen bestmöglich unterstützt. Eine zusätzliche Belastung für die heimischen Unternehmen muss hintangehalten werden, wir brauchen Anreizsysteme für einschlägige Investitionen in Gebäude, Verkehr und der Industrie, mehr Geld für Forschung und Innovation und mehr gut ausgebildete Fachkräfte“, formuliert Hesoun seine Forderung an die heimische Politik im Vorfeld der Ökologischen Steuerreform. „International müssen wir auf Kooperation und auf gleiche Regeln für alle setzen – beispielsweise mit einer einheitlichen, verbindlichen CO2-Bepreisung und mit schnelleren Genehmigungsverfahren. Wir dürfen als Europa nicht zur grünen Oase werden, die die Industrie und alles, was mit CO2-Ausstoß verbunden ist, verbannt. Zu leicht würden wir so im internationalen Wettbewerb ins Hintertreffen geraten“, so Hesoun weiter.

EEI ist Teil der Lösung
Eines der Ziele der Elektro- und Elektronikindustrie ist es, die österreichischen Entwicklungen hin zur Kreislaufwirtschaft und zur Energiewende zu beschleunigen und einen merk- und messbaren Beitrag zum Klima- und Umweltschutz zu leisten. Die dafür notwendigen Produkte kommen zum Großteil aus der EEI  – von energieeffizienten Chips und Sensoren über Wechselrichter, Ladesäulen, Steuerungen von Windkraftanlagen, Industrieanlagen, Energie- und Motorsystemen bis hin zu Verkehrssteuerung, Bahnsystem, Smart Cities, Energietransport und -verteilung etc.

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