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von Siemens Österreich

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Wasserqualität, Temperatur und Licht in den vier riesigen Aufzuchttanks werden permanent überwacht und bei Bedarf angepasst.

Artenvielfalt erhalten

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30. April 2019
Fischereizentrum setzt für erfolgreiche Zucht auf Prozessmanagement von Siemens.

Das Fischereizentrum in Steinach züchtet bedrohte Fischarten, um sie dann in heimischen Gewässern im Kanton St. Gallen auszusetzen. Bei der Aufzucht spielen Wasserqualität und -temperatur, Licht und Futter eine wesentliche Rolle. Außerdem hat jede Fischart ihre ganz eigenen Ansprüche. Um diesen gerecht zu werden, setzt das Fischereizentrum auf moderne Technik zur Überwachung der Aufzuchttanks. Kern der Lösung ist eine Steuerung von Siemens. Zudem sichert eine durchgängige Automatisierung den Betrieb auch bei Stromausfall und trägt zur hohen Überlebensrate der Zuchttiere bei.

Rund zwei Drittel der in der Schweiz beheimateten Fisch- und Krebsarten sind vom Aussterben bedroht oder bereits in Freiheit gar nicht mehr anzutreffen. Das Amt für Natur, Jagd und Fischerei im Kanton St. Gallen hat die Aufgabe, die Artenvielfalt zu erhalten und zu fördern. Einen wesentlichen Beitrag dazu leistet das vor einem Jahr eröffnete Fischereizentrum in Steinach. In den Anlagen werden zur Fischzucht pro Stunde rund 100 Kubikmeter Wasser aufbereitet, um die Bedürfnisse der Tiere hinsichtlich Qualität, Sauerstoffgehalt und Temperierung des Wassers zu erfüllen. Gesteuert wird dieser Prozess von einer Siemens-Steuerung Simatic S7-1500 mit den beiden Prozessoren CPU (Central Processing Unit) 1515-2 PN und CPU 1511-1 PN.

Umfangreiches Prozessmanagement

Das Wasser in den insgesamt vier Tanks stammt direkt aus dem Bodensee und wird aus 40 Metern Tiefe gefördert, gefiltert, entgast und mit Ultraviolett-Strahlen entkeimt. Eine exakte Druckregelung durch die Steuerung sorgt dafür, dass die Pumpenmotoren langsam herauf- und heruntergefahren werden. Sonst käme es wegen der großen Höhendifferenz beim Ein- und Ausschalten durch das Gewicht der Wassersäule zu Druckschlägen im Rohrsystem. Diese könnten die Antriebe beschädigen. Bei der Bedienung war es wichtig, dass die Visualisierung und Archivierung des Prozesses mit der Darstellungssoftware WinCC möglichst einfach und übersichtlich sind. Eine redundante Simatic CPU 1211C überwacht und steuert die unterbrechungsfreie Stromversorgung und alarmiert im Störfall die Mitarbeiter des Fischereizentrums via SMS (Short Message Service). Die Projektierung der gesamten Anlage erfolgt im Engineering-Framework TIA (Totally Integrated Automation) Portal und eine dezentrale Peripherie Simatic ET 200SP sichert eine schnelle Datenübertragung innerhalb und außerhalb der Schaltschränke.

Die durchgängige Automatisierungslösung von Siemens unterstützt die Mitarbeiter des Fischereizentrums dabei, die Artenvielalt der Schweizer Gewässer zu erhalten. Durch die zuverlässige Technik ist die Überlebensrate der Zuchttiere im Zentrum sehr hoch.