Der Blog zum Innovationsmagazin
von Siemens Österreich

0%
hi!future
Digitale Assistenten sollen Siemens-Mitarbeiter bei ihrem Service unterstützen.

Erste Hilfe auf Schienen - Teil 2

2 Min. Lesezeit
hi!future
05. Februar 2019
Industrielle Wissensgraphen bilden die Basis für digitale Assistenten.

In einem Projekt arbeiten Siemens Corporate Technology und Siemens Mobility daran, im Fall eines technischen Problems in einem Schienenfahrzeug die Serviceexperten von Siemens Mobility bei ihrer Arbeit durch einen digitalen Assistenten zu unterstützen. Die Basis hierfür schaffen die sogenannten Industrial Knowledge Graphen, ein mathematischer Ansatz, der künstlichen Intelligenzen um eine wichtige Fähigkeit ergänzt: nämlich Kontext und somit Zusammenhänge zu erkennen.  Am Beispiel von Siemens Mobility lassen sich diese Wissensgraphen bildlich als weitverzweigtes Netz darstellen. Die einzelnen Wissenseinheiten – etwa eine Datenbank für Fahrzeugnummern oder die Servicehistorie eines Fahrzeugs – bilden die Knoten des Graphen. Die Kanten (Verbindungen) zeigen, zwischen welchen Knoten inhaltliche Verknüpfung bestehen. „Industrial Knowledge Graphen sind für uns somit ideal, um die semantischen Zusammenhänge zu erfassen, “, erklärt Nils Weinert.  Insbesondere, da sie sich beliebig erweitern lassen, wenn neue Fakten und Zusammenhänge dazukommen, eine Eigenschaft, die auch im aktuellen Projekt ausgenützt wird.

Der Mobility-Wissensgraph wächst weiter

„Der erste Prototyp, den wir vergangenes Geschäftsjahr zusammen mit den Kollegen aus dem Service erstellt haben, verbindet zunächst nur Auftrags- bzw. Servicefalldaten mit ausgewählten Zustandsinformationen der Fahrzeuge.  Durch die Verknüpfung der Datenquellen können vergleichbare Servicefällen – deutlich schneller und einfacher als zuvor – gefunden werden“, sagt Weinert. In den kommenden Monaten werde die Datenbasis um weitere Daten aus dem Service Engineering und Manufacturing erweitert werden, fährt er fort. So sei etwa geplant, die Diagnoseplattform Railigent vollständig zu verbinden und auch die Ersatzteileplattform Rail Mall. Prinzipiell solle der Wissensgraphen immer weiter wachsen.

Ein Ansatz, der sich rumspricht

Eingebettet ist dieses Knowledge Graphen Projekt in eine größere Digitalisierungsinitiative bei Mobility, die nach Business Unit übergreifenden Lösungen sucht. „Mit der Knowledge Graph Technologie gehen wir einen wichtigen Schritt in der Digitalisierung. Wir verlieren so keine Zeit mehr mit dem Auffinden von Informationen und können uns so noch besser auf unsere Kunden konzentrieren“, meint Thomas Müller. „Wie gut das funktioniert hat sich bereits herumgesprochen. Inzwischen werden aus anderen Bereichen Ideen an uns herangetragen, wie wir Industrial Knowledge Graphen nützen können.“