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von Siemens Österreich

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In Graz entstehen Drehgestelle für beispielsweise die Taurus-Loks, den Railjets und Cityjets der ÖBB, Europa-Lok Vectron, sowie auch beim neuen Hochgeschwindigkeitszug Velaro Novo.

In Graz kommen Züge ins Rollen

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22. Juni 2018
Das Siemens-Werk in der Steiermark stellt jährlich 2.650 Fahrwerke her, die auf der ganzen Welt unterwegs sind.
Der Standort Graz ist innerhalb des Siemens-Konzerns das Weltkompetenzzentrum für Entwicklung und Fertigung von hochwertigen Fahrwerken für alle Schienenfahrzeuge (Straßenbahnen, Metros, Triebzüge, Hochgeschwindigkeitszüge und Lokomotiven) auf einer Werksfläche von 69.500 m2. Rund 980 hochqualifizierte Mitarbeiter und 60 Lehrlinge entwickeln und produzieren hier jährlich rund 2.650 (Geschäftsjahr 2017) Fahrwerke für den Nah- und Fernverkehr, die rund um den Globus im Einsatz sind. Jahrzehntelange Erfahrung, die enge Zusammenarbeit mit der Technischen Universität Graz und die Nutzung neuester Technologie-Standards garantieren eine optimale und stets reproduzierbare Qualität der Endprodukte. Die Fertigung ist durchgehend hoch automatisiert. Das Schweißen von Drehgestellrahmen mit Hochleistungsrobotern ist eine Grazer Spezialität und wird laufend weiterentwickelt. Fließfertigungsanlagen für geschweißte Fahrwerksrahmen und Fertigungslinien mit Taktmontagen gehören zu den modernsten der Welt. Drehgestelle aus dem Werk Graz werden bei zahlreichen Siemens-Schienenfahrzeugen eingesetzt, so auch bei den Taurus-Loks, den Railjets und Cityjets der ÖBB, der Europa-Lok Vectron sowie auch beim neuen Hochgeschwindigkeitszug Velaro Novo.
  • Siemens

Schneller und präziser dank Hightech-Bohrwerke

Um Prozesszeiten in der Fertigung zu verkürzen, die Präzision der Arbeitsschritte zu steigern und die Produktivität zu erhöhen, kommen ab sofort zwei digitale Bohrwerke zum Einsatz, die insgesamt 65 Tonnen wiegen. Mit den Abmessungen von 14,5 Metern Länge, 10 Metern Breite und 7 Metern Höhe erreicht die Anlage in etwa die Dimension eines Einfamilienhauses. Ein neu gebautes Fundament aus 400 Quadratmetern Stahlbeton gibt der Anlage ausreichende Stabilität. Besonders vorteilhaft ist der Zeitgewinn: er entsteht, weil der Drehgestellrahmen zur weiteren spanenden Bearbeitung – bohren, fräsen oder auch Gewinde schneiden – anders als früher nur einmal aufgespannt werden muss. Die Fahrwerkskomponenten werden anschließend passgenau angebracht. Auch die Umwelt profitiert von der moderneren Technologie, weil ausschließlich Trockenbearbeitungsverfahren angewendet werden. Damit entfällt die Entsorgung von Kühl- und Schmierstoffen. Herzstück der Anlage sind die von Siemens entwickelten SIMATIC-Steuerungen der neuesten Generation, die das Zusammenspiel der Anlagenmodule regeln. Im Betrieb werden laufend Werkzeug- und Anlagedaten ausgelesen, analysiert und zur Kontrolle sowie Optimierung des Produktionsprozesses eingesetzt. Das ermöglicht eine lückenlose Überwachung und Steuerung der Fertigung und führt zu entsprechend hoher Produktionsqualität.