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von Siemens Österreich

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Car2x hilft dabei, Staus und Unfälle zu vermeiden und die Umweltverschmutzung in Städten zu reduzieren.

Immer einen Schritt voraus

2 Min. Lesezeit
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20. Juli 2018
Die Kommunikation zwischen Fahrzeug und Straße sorgt für einen flüssigen und sicheren Verkehr.

Das kooperative Traffic Management System von Siemens vernetzt Fahrzeuge mit der Infrastruktur und den Verkehrsleitstellen. So können Staus und Unfälle besser vermieden und die Umweltverschmutzung durch verkürzte Reisezeiten deutlicher reduziert werden. Auch Busse kommunizieren mit Ampelsystemen und können so ihren Fahrplan noch besser einhalten.

Karin Kraschl-Hirschmann, Leiterin intelligente Verkehrssysteme bei Siemens Österreich erklärt: „Indem wir Infrastruktur wie Sensoren oder Ampeln mit Fahrzeugen sprechen lassen, entsteht aus zwei Hälften ein Ganzes: In sensiblen Bereichen wie etwa Kreuzungen oder Haltestellen erfassen wir mit unserer Technik auch Fußgänger oder Radfahrer und warnen selbstfahrende Fahrzeuge real-time vor Gefahren, die sie selbst nicht erkannt hätten. So sorgen wir dafür, dass auch bei kritischen Verkehrssituationen alle sicher unterwegs sein können.“ Die Rede ist von Car2X. Das „Car“ im Wort meint nicht nur herkömmliche Pkw, sondern auch Busse, Lkw, Motorräder und Transporter. Das „X“ steht für andere Fahrzeuge, aber auch für die Verkehrsinfrastruktur, wie Ampeln oder Verkehrszeichen.

Datenpool Straße

In Wien laufen in einem Car2X-Projekt die Daten in der Verkehrsleitzentrale der ASFINAG zusammen, die das österreichische Autobahn- und Schnellstraßennetz betreibt. Dank vieler fleißiger Datenlieferanten kann hier auf einem Meer an Bildschirmen ständig die aktuelle Verkehrssituation beobachtet werden: Verkehrskameras senden Bilder, Sensoren messen die Wetter- und Straßensituation, auch aktuelle Abfahrtszeiten und Störungen des öffentlichen Nahverkehrs sowie Informationen zu freien Park-and-Ride-Parkplätzen gehen hier ein. All diese Daten werden genutzt, um den Verkehr sicherer und umweltfreundlicher zu machen.

Car2X unterstützt autonomes Fahren

Selbstfahrenden Fahrzeugen wird eine große Zukunft vorausgesagt. So könnten autonome Taxis und Kleinbusse die „letzte Meile“ zwischen Haustür und Bahnhof schließen – Privatfahrzeuge wären in der Stadt größtenteils überflüssig, der Verkehr in Innenstädten deutlich entlastet. Siemens entwickelt gemeinsam mit Städten, öffentlichen Verkehrsbetrieben und Forschungsinstituten solche Verkehrskonzepte der Zukunft.

Mit dem ersten selbstfahrenden Elektrobus ab 2019 in der Seestadt Aspern nehmen die Wiener Linien die Forschungs- und Testtätigkeit des Projektkonsortiums „auto.Bus - Seestadt“, unter der Beteiligung von Siemens und anderer Partner, auf und setzten einen weiteren Schritt in Richtung autonomes Fahren im öffentlichen Verkehr. Das Gefährt soll in Zukunft Randbezirke besser an das öffentliche Verkehrsnetz anbinden. „Selbstfahrende Systeme können in Zukunft ein wichtiger Bestandteil des öffentlichen Verkehrs am dünn besiedelten Stadtrand werden. Wir verbessern mit unserer Technologie die Erreichbarkeit von U-Bahn und Straßenbahn, sorgen für besseren Verkehrsfluss und damit für eine höhere Attraktivität der öffentlichen Verkehrsmittel. Die SmartCity-Initiative der Stadt Wien und von Siemens ist eine ideale Umgebung für den Piloteinsatz des selbstfahrenden Elektrobusses“, kommentiert Arnulf Wolfram, Leiter Mobility bei Siemens Österreich.