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von Siemens Österreich

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Bei 300 km/h spart der Velaro Novo im Durchschnitt jährlich 1.375 Tonnen CO2 ein im Vergleich zu seinen Vorgängermodellen.

Innovation auf Schiene

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15. Juni 2018
Velaro Novo: Erhöhter Reisekomfort, 30 Prozent Energieeinsparung
2013 startete Siemens mit der Entwicklung des neuen Fahrzeugkonzepts Velaro Novo, ab 2023 könnten erste Züge unterwegs sein. Im Vorfeld der InnoTrans 2018 wurde das Konzept im Rahmen einer digitalen Inszenierung zum ersten Mal vorgestellt. Bei 300 km/h benötigt der neue Hochgeschwindigkeitszug bis zu 30 Prozent weniger Energie als bisherige Velaro-Modelle und spart damit im Durchschnitt jährlich 1.375 Tonnen CO2 ein. Das Fahrzeuggewicht konnte dank Leichtbaukonstruktion um 15 Prozent reduziert werden. Gleichzeitig wurde der verfügbare Platz für Passagiere um zehn Prozent gesteigert. Die Wagenkästen folgen dem Prinzip der leeren Röhre. Das bedeutet, dass keine festen Einbauten vorhanden sind und sich die Innenräume nach den Vorstellungen des Kunden einrichten lassen. Auch die Kosten für die Instandhaltung verringern sich dank der Integration modernster Mess- und Sensorentechnologie. Im Siemens Weltkompetenzzentrum für Drehgestelle in Graz wurden die innovativen Fahrwerke für den neuen Hochgeschwindigkeits-Zug entwickelt und die Prototypen gebaut. Seit April 2018 erprobt Siemens Teile des neuen Zugs. Siemens hat bereits vier Generationen des Velaro entwickelt. Die Züge sind seit dem Jahr 2000 im Einsatz und derzeit in Deutschland, den Niederlanden, Belgien, der Schweiz, Spanien, Frankreich, China, Russland, UK und in der Türkei in Betrieb. Täglich legen sie mehr als eine Million Flottenkilometer zurück.

In Graz kommt der Velaro Novo ins Rollen

Der Standort Graz ist innerhalb des Siemens-Konzerns das Weltkompetenzzentrum für Entwicklung und Fertigung von hochwertigen Fahrwerken für alle Schienenfahrzeuge (Straßenbahnen, Metros, Triebzüge, Hochgeschwindigkeitszüge und Lokomotiven) auf einer Werksfläche von 69.500 m2. Rund 980 hochqualifizierte Mitarbeiter und 60 Lehrlinge entwickeln und produzieren hier jährlich rund 2.650 (Geschäftsjahr 2017) Fahrwerke für den Nah- und Fernverkehr, die rund um den Globus im Einsatz sind. Jahrzehntelange Erfahrung, die enge Zusammenarbeit mit der Technischen Universität Graz und die Nutzung neuester Technologie-Standards garantieren eine optimale und stets reproduzierbare Qualität der Endprodukte. Die Fertigung ist durchgehend hoch automatisiert. Das Schweißen von Drehgestellrahmen mit Hochleistungsrobotern ist eine Grazer Spezialität und wird laufend weiterentwickelt. Fließfertigungsanlagen für geschweißte Fahrwerksrahmen und Fertigungslinien mit Taktmontagen gehören zu den modernsten der Welt. Drehgestelle aus dem Werk Graz werden bei zahlreichen Siemens-Schienenfahrzeugen eingesetzt, so auch bei den Taurus-Loks, den Railjets und Cityjets der ÖBB, der Europa-Lok Vectron sowie auch beim neuen Hochgeschwindigkeitszug Velaro Novo.