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von Siemens Österreich

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Die neuen U-Bahnzüge für London sind komplett durchgängig begehbar, so dass die Fahrgäste einfach von einem Ende des Zuges zum anderen blicken und gehen können. Weit öffnende Türen erleichtern das Ein- und Aussteigen.

Upgrade für die U-Bahn

2 Min. Lesezeit
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26. November 2018
94 neue U-Bahnzüge für London – mehr Komfort und dichtere Intervalle. Fertigungskompetenz kommt auch aus Österreich.

Über acht Millionen Einwohner leben in London. Zusätzlich besuchen rund 20 Millionen Touristen die Stadt an der Themse im Jahr. Dementsprechend frequentiert sind auch die öffentlichen Verkehrsmittel: Schon heute benutzen beispielsweise täglich bis zu 70.000 Fahrgäste die Piccadilly Line. Ein sicherer und schneller öffentlicher Personenverkehr entscheidet über die Lebensqualität und Wettbewerbsfähigkeit der Städte und Regionen rund um den Globus und ist damit ein Schlüsselthema des 21. Jahrhunderts.

Im Rahmen des „Deep Tube Upgrade“-Programms der London Underground (LUL), das die vier Londoner U-Bahn-Linien Piccadilly, Bakerloo, Central und Waterloo & City umfasst, werden nun neue Fahrzeuge bestellt. London Underground, eine Tochtergesellschaft von Transport for London, verantwortlich für das Nahverkehrssystems in der britischen Hauptstadt, hat bei Siemens Mobility für rund 1,5 Milliarden Euro 94 U-Bahn-Züge bestellt. Die Züge sind für den Einsatz auf der Piccadilly Line vorgesehen und sollen die bestehende Flotte aus den 1970er Jahren ersetzen. Die Auslieferung beginnt ab 2023.

Serviceleistungen über den gesamten Lebenszyklus

„Unsere neuen U-Bahnen für London tragen maßgeblich dazu bei, die Kapazität und den Durchsatz auf der Piccadilly Line zu erhöhen. Gleichzeitig bieten sie den Fahrgästen einen deutlich gesteigerten Komfort. Über den gesamten Lebenszyklus hinweg unterstützen wir mit unseren Serviceleistungen London Underground dabei, dass die Züge sehr zuverlässig und mit hoher Verfügbarkeit für die Londoner im Einsatz sind“, sagte Sabrina Soussan, CEO von Siemens Mobility.

Im Rahmen eines Flottenservicevertrags übernimmt Siemens Mobility beginnend mit der Inbetriebnahme der ersten Züge die Versorgung mit Ersatzteilen über einen Zeitraum von fünf Jahren. Darüber wird ab Ende der Garantiezeit technische Unterstützung über den geplanten Lebenszyklus der Züge geleistet. Zusätzlich hat LUL digitale Serviceleistungen basierend auf Railigent beauftragt.

Fertigungskompetenz auch aus Österreich

Transport for London und Siemens Mobility werden gemeinsam Optionen für eine mögliche lokale Fertigung in Großbritannien in Kombination mit dem Weltkompetenzzentrum für Metros in Wien, Österreich, prüfen.

Die neuen großzügigen Piccadilly-Züge basieren auf der Metro-Plattform Inspiro von Siemens Mobility und bieten allen Fahrgästen einen deutlich verbesserten Komfort. Sie sind komplett durchgängig begehbar, so dass die Fahrgäste einfach von einem Ende des Zuges zum anderen blicken und gehen können. Weit öffnende Türen erleichtern das Ein- und Aussteigen. Das Fahrgastinformationssystem bietet aktuelle Reiseinformationen zum Fahrtverlauf und erleichtert es, die Weiterfahrt zu planen. Die Wagen sind vollklimatisiert. Allein auf der stark frequentierten Piccadilly Line sollen 2026 zur Hauptverkehrszeit 27 statt wie bisher 24 Züge pro Stunde fahren. Dies bedeutet, dass zur Stoßzeit alle 135 Sekunden ein Zug fährt.