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Das Werk in Wien Simmering fertigt Mobilitätslösungen für Verkehrsbetreiber aus aller Welt, wie zum Beispiel aus Deutschland, Südkorea, Saudi-Arabien, Thailand, Russland und den Niederlanden.

Von Wien Simmering in die ganze Welt

2 Min. Lesezeit
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18. Dezember 2018
Schienenfahrzeuge-Werk von Siemens Mobility in Wien seit fast 190 Jahren mit Innovationen erfolgreich.

Die Entwicklungs- und Fertigungstradition des Schienenfahrzeuge-Werks von Siemens Mobility in Wien reicht fast 190 Jahre in die Zeit der „k&k-Waggonfabrik“ zurück: Im Jahr 1831 begannen Heinrich Daniel Schmid, Johann Baptist Schwilgué und Heinrich Rollé in der Wiener Leopoldstadt Dezimal-Brückenwagen zu produzieren. Meilensteine wie der erste Güterwaggon oder der erste Reisezugwagen prägten die Zeit bis in die 1850er.  1852 folgte der Umzug der „k.k. landesbefugte Maschinenfabrik von H. D. Schmid, Nachfolger Rollé und Schwilgué“ in das neue Werk nach Wien Simmering. Mitte des 20. Jahrhunderts wurde zusätzlich das Paukerwerk eingegliedert: Die Gründung der „Simmering-Graz-Pauker AG“ (SGP). 1992 erwarb Siemens 26 Prozent an der SGP, bis 2001 die gesamten 100 Prozent. Zwei Jahre später ging die neue Endmontagehalle, damals eine der weltweit modernsten Produktionsstätten für Schienenfahrzeuge, in Betrieb: In der  14.000 Quadratmeter großen Halle wurden Fahrzeuge in Standmontage, Taktmontage und Fließfertigung produziert.

Das Werk heute

Heute ist das Werk in Wien Simmering mit rund 1.200 Mitarbeitern einer der weltgrößten Fertigungsstandorte von Siemens mit Verantwortung für Metros, Straßenbahnen, Reisezugwagen, sowie vollautomatisierte People Mover (VAL). Die Fläche erstreckt sich auf 140.000 Quadratmeter,  wovon alleine 84.000 Quadratmeter Produktionsfläche sind. Der Standort ist auf ein jährliches Fertigungsvolumen von bis zu  450 Fahrzeugen ausgelegt. Zu den Auftraggebern zählen Verkehrsbetreiber aus aller Welt, wie zum Beispiel aus Deutschland, Südkorea, Saudi-Arabien, Thailand, Russland und den Niederlanden um nur um einige zu nennen. In dem Werk ist das Know-how für die gesamte Wertschöpfungskette von Schienenfahrzeugen gebündelt: Angefangen bei der Forschung und Entwicklung über Rohbau und (Elektro-)Montage bis hin zur Inbetriebsetzung. Die Innovationskraft des Werks heute ist geprägt von Digitalisierung und Robotertechnologie im Fertigungs-, sowie Lackier- und Oberflächenprozess.

Die Reise geht weiter

Zu den aktuellen Aufträgen des Werks von Siemens Mobility in Wien zählen u.a. die U-Bahn für Nürnberg und die erste vollautomatisch fahrende U-Bahn-Generation für Wien. Während die neue U-Bahn in Nürnberg schon 2019 schon unterwegs sein soll, sind die Planungen für die U5 in Wien in vollem Gange. 

Die vierteiligen Fahrzeuge für Nürnberg sind für einen Einsatz auf der mit Fahrern betriebenen Linie U1 vorgesehen und sollen ab Sommer 2019 in Betrieb genommen werden. Fahrgastkomfort und ein optimierter Fahrgastfluss standen im Fokus bei der Beschaffung der neuen Flotte. Großzügige Multifunktionsbereiche und umfassende Fahrgastinformationen sorgen für einen hohen Fahrgastkomfort, die Temperierung des Fahrgastraums erfolgt durch eine Kompakt-Klimaanlage je Wagen. Außerdem gibt es einenergonomischen Steh-/Sitz-Fahrerarbeitsplatz, automatische Spaltüberbrückungen an allen Türen sorgen für noch mehr Sicherheit.

Mit dem X-Wagen erhält Wien auf der neuen U-Bahn-Linie U5 eine völlig neue, vollautomatisch fahrende U-Bahn-Generation von Siemens. Mit mehr Platz, einer Kombination aus gewohnten Quersitzen mit Längs- und Klappsitzen, großzügigen Einstiegsbereichen zum raschen ein- und aussteigen, mehr Barrierefreiheit in den Zügen und vor allem mit einem innovativen Fahrgastinformationssystem bieten die Züge zahlreiche Modernisierungen im Innenraum