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Integriertes Antriebssystem benötigt bis zu 40 Prozent weniger Energie als die Vorgängermodelle.

Neue Pendelbahn

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17. März 2014
Geländeangepasst und ressourcenschonend auf den Piz Val Gronda

Ischgl in Tirol gehört weltweit zu den bekanntesten Skiregionen. Das Bergdorf im Paznauental ist berühmt für seine 238 Pistenkilometer. Schnee ist garantiert, denn 90 Prozent des Skigebiets liegen über 2.000 Meter Höhe. In dieser Wintersaison wurde das Skigebiet das erste Mal seit 1989 wieder erweitert – um die Pendelbahn. Mit der neuen Bahn werden die Skiurlauber auf den 2.800 Meter hohen Piz Val Gronda gebracht. Es werden zwei Großraum-Gondeln eingesetzt, mit denen jeweils bis zu 150 Personen transportiert werden können. „Bei der Planung des gesamten Projektes standen nicht nur die technischen Herausforderungen im Mittelpunkt. Wir haben von Anfang an auch die ökologischen Gesichtspunkte berücksichtigt. Dazu gehören eine geländeangepasste Planung und eine ressourcenschonende Nutzung der vorhandenen Infrastruktur“, betont Vorstand der Silvrettaseilbahn AG Markus Walser.

Integriertes Antriebssystem

Die Errichtung der Pendelbahn war die schonendste Variante für die Landschaft. Durch die Nutzung von lediglich zwei Stützen, mit einer durchschnittlichen Höhe von 90 und 64 Metern, konnte auf die Errichtung eines Kabelgrabens im Bereich der Trasse verzichtet werden. Die komplette Antriebs- und Elektrotechnik für die neue Seilbahn „Piz Val Gronda E5“ wurde von Siemens in Zusammenarbeit mit der Doppelmayr Gruppe geliefert. In der Bahn kommt ein integriertes Antriebssystem mit aufeinander abgestimmten Drehstromantrieben und Sinamics-Frequenzumrichtern von Siemens zum Einsatz. Es benötigt bis zu 40 Prozent weniger Energie als die Vorgängermodelle. Die fehlersichere Steuerung garantiert hohe Verfügbarkeit und Sicherheit. Das Notantriebskonzept entspricht den neuesten Sicherheitsvorschriften für Seilbahnen. Bei einem Stillstand der Anlage – zum Beispiel bei einem Stromausfall oder technischem Defekt – kann mit zwei unabhängigen Notantrieben ein Leerfahren der Bahn ermöglicht werden. Dadurch ist es fast ausgeschlossen, dass die Fahrgäste aus den Kabinen geborgen werden müssen.

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